Tote Fische im Marzerbach sorgen für Rätselraten. 50 Bachforellen wurden tot im Marzerbach aufgefunden. Das Abwasser eines Swimmingpools soll Schuld sein.

Von Sandra Koeune. Erstellt am 25. Oktober 2017 (05:58)
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
fischsterben tote fische
Symbolbild
NOEN, Schweiger

Ein Fall von Fischsterben im Marzerbach sorgte vor Kurzem für Rätselraten innerhalb der Gemeinde: 50 Bachforellen wurden in der Nähe von der Dreieckswiese tot im Wasser aufgefunden. Die Polizei warnte zudem davon, Hunde nicht aus dem Wasser trinken zu lassen.

Swimmingpool Schuld am Fischsterben?

„Ein Anrainer hatte das Wasser seines Swimmingpools über den Regenwasserkanal ausgeleert. Kurz zuvor hatte er das Wasser im Swimmingpool gechlort“, erklärt Bürgermeister Gerhard Hüller. In Marz gibt es eine Trennkanalisation. Das heißt, es gibt zwei Kanäle: einen für das Schmutzwasser und einen für das Regenwasser. „Das Wasser des Schmutzwasserkanals wird in die Kanalisation in Wulkaprodersdorf geleitet, das Wasser des Regenwasserkanals in den Marzerbach“, so der Ortschef.

Erhöhter Chlorgehalt im Bach

Im Wasser des Marzerbaches wurde ein erhöhter Chlorgehalt sowie Schaumbildung festgestellt. „Die Schaumbildung war in lokalem Bereich vorhanden“, so Hüller. Seitens der Gemeinde wurde in der Gemeinderatssitzung vom 23. Oktober beschlossen, die Bürger zu informieren, wie sie in Zukunft mit dem Swimmingpool-Wasser umgehen sollen, um in Zukunft solche Vorkommnisse zu verhindern.

„So was geht gar nicht und darf nicht mehr vorkommen“

„Einerseits können die Bürger das Wasser auf dem Eigengrund versickern lassen, anderseits in den Schmutzwasserkanal fließen lassen. Vor allem ist es aber wichtig, kein Chlor zuzugeben, kurz bevor das Wasser ausgelassen wird“, meint Hüller abschließend. Vize Jürgen Lehner zeigt sich entsetzt: „So was geht gar nicht und darf nicht mehr vorkommen.“ Laut Informationen der Polizei wird gegen den Anrainer wegen Umweltverschmutzung Anzeige erstattet und an die Bezirkshauptmannschaft weitergeleitet.