Flächenumwidmung: VfGH wies Beschwerde-Antrag zurück

Umweltorganisation hat keine Parteistellung bei Bauland-Umwidmung eines möglichen Zwergohreulen-Habitats - Grüne hoffen auf EU-Kommission

Redaktion, APA Erstellt am 21. Februar 2017 | 15:02
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VfGH muss entscheiden
VfGH muss entscheiden
Foto: APA (Symbolbild)

Eine Umwidmung von rund 1,44 Hektar Grünland in Bauland in der Gemeinde Forchtenstein (Bezirk Mattersburg) hat seit 2014 den Verfassungsgerichtshof (VfGH) beschäftigt. Die Umweltorganisation Protect hatte damals eine Aufhebung der Umwidmung beantragt.

Der VfGH wies den Antrag nun zurück, berichtete der "Kurier" Burgenland am Dienstag.

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Der Antrag der Umweltschützer sei mangels Legitimation als unzulässig zurückgewiesen worden, hieß es seitens des VfGH. Protect habe keine begründete Parteistellung.

Europaschutzgebiet "Mattersburger Hügelland"

Die Umweltschützer hatten im September 2014 die Änderung des Flächenwidmungsplans angefochten, da sie durch die Bebauung des Gebiets das Habitat der geschützten Zwergohreule gefährdet sehen. Die betroffene Fläche befindet sich im Europaschutzgebiet "Mattersburger Hügelland".

Sonja Sieber, Bezirkssprecherin der Grünen Mattersburg, erklärte Dienstagnachmittag, dass man gemeinsam mit der Umweltorganisation weitere Schritte ausloten wolle. Zudem laufe noch eine 2014 bei der EU-Kommission eingebrachte Beschwerde.