Neue Pläne für Bankgebäude

Nach der Schließung der Forchtensteiner Raiffeisenbank stellt sich nun die Frage, was mit dem Gebäude passiert.

Erstellt am 29. Januar 2020 | 04:00
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Das Gebäude der geschlossenen Bank steht direkt neben dem Hauptplatz und würde daher viele Möglichkeiten der Verwendung bieten.
Foto: BVZ

Anfang Dezember mussten insgesamt neun Bankstellen der Raiffeisenbank Burgenland Mitte schließen, unter anderem auch in Forchtenstein. Derzeit ist noch nicht entschieden, was mit dem Gebäude passieren wird. Vonseiten der Gemeinde gäbe es schon Ideen zur Umgestaltung des ehemaligen Bankgebäudes, allerdings ist noch nicht geklärt, inwiefern diese umgesetzt werden können. Das Gebäude ist im Besitz der Oberwarter Siedlungsgenossenschaft und wurde an die Raiffeisenbank vermietet. Die Gemeinde möchte nun mit der OSG besprechen, ob man den Vertrag übernehmen kann oder nicht. Bisweilen konnte allerdings noch kein Termin mit der Genossenschaft zustandekommen, so Vizebürgermeister Josef Neusteurer. Die Lage des Gebäudes würde sich für verschiedenste Verwendungen anbieten, da es direkt gegenüber vom Gemeindeamt ist und dort auch Parkmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

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Laut den beiden Vorstandsdirektoren Josef Koller und Adalbert Renner liegen die Gründe für die Schließung der Bankstellen einerseits im steigenden wirtschaftlichen Druck und andererseits im stärker werdenden Kundenwunsch nach professioneller Beratung durch Spezialisten. „Dies hat vor allem mit der verheerenden Zinssituation zu tun. Wir Banken müssen für bei der Europäischen Zentralbank eingelegtes Geld 0,5 Prozent Strafzinsen bezahlen und können aus dem Zinsgeschäft nichts mehr verdienen“, führt Renner aus. „Obwohl Bankstellen wegfallen, gewinnen wir an Qualität durch die Konzentration der Mitarbeiter an wenigen Standorten“, so Koller.