Kaninchen-Quartett vor Kältetod gerettet. Tiere waren in Wald bei Forchtenstein (Bezirk Mattersburg) ausgesetzt worden und erholen sich nun im Wiener Tierschutzverein in Vösendorf (NÖ).

Von Redaktion bvz.at. Erstellt am 17. Dezember 2018 (14:48)
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Symbolbild

Vier Kaninchen verdanken ihr Leben zwei aufmerksamen Tierfreundinnen. Die beiden Damen waren am vergangenen Freitag mit einem Hund in einem Wald bei Forchtenstein (Bezirk Mattersburg) spazieren. Plötzlich witterte der Hund etwas, die Damen folgten. Die beiden Frauen entdeckten daraufhin eine graue Plastikkiste, in welche Unbekannte vier Kaninchen zusammengepfercht und rücksichtslos mitten im Wald abgestellt hatten.

Sie sammelten die unterkühlten Tiere sofort ein und nahmen sie mit nach Hause, um sie aufzuwärmen. Danach boten sie ihnen Nahrung und Wasser an, was die Kaninchen auch gierig annahmen.

Gottseidank kaum Beschwerden bei Resi, Rosi, Roger und Richard

Anschließend brachten die Damen die Tiere (zwei Männchen und zwei Weibchen) in den Wiener Tierschutzverein (WTV) nach Vösendorf. Dort wurden die Kaninchen eingehend tierärztlich untersucht. Bis auf zum Teil stark verfilztes Fell wurden bei Resi, Rosi, Roger und Richard, wie die Tiere mittlerweile heißen, zum Glück keinerlei Beschwerden festgestellt.

Das Quartett wurde gegen Myxomatose (Kaninchenpest) und RHD (Rabbit Haemorrhagic Disease, auch China-Seuche genannt) geimpft und ist nun im Kleintierhaus des WTV untergebracht, wo es vom Pflegepersonal liebevoll umsorgt wird. Nach Ablauf der gesetzlichen Fristen können die Tiere an neue BesitzerInnen vergeben werden. Der WTV bat in einer Aussendung um Verständnis, das aktuell noch keine genauen Angaben zur Vergabe der Tiere gemacht werden können. Auch Reservierungen sind nicht möglich.

Darüber, wie lange die Tiere im Wald ausharren mussten, kann nur spekuliert werden. Eine Nacht im Freien hätten sie aber vermutlich nicht überlebt. „Es ist wirklich unfassbar, wie grausam manche Menschen sein können. Tiere sind keine Wegwerfware, sondern empfindsame Lebewesen, die nicht einfach rücksichtslos ihrem Schicksal überlassen werden dürfen. Zudem ist das Aussetzen eines Tieres eine strafbare Handlung. Leider werden die Übeltäter oft nicht ausgeforscht“, sagt WTV-Präsidentin Madeleine Petrovic.

Für sachdienliche Hinweise (telefonisch unter 01/699 24 50) ist der WTV daher sehr dankbar.