Saisonabschluss 2018: Forfel füllte die Burg. Die Burgmaus Forfel hat sich wieder als wahrer Quotenbringer erwiesen – so wie alte und neue Attraktionen.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 01. August 2018 (04:26)
BVZ
Wahre Meister ihres Faches. Günter Guggenberger und Innungsmeister Peter Werkovits von den Gold- und Silberschmieden.

Der Gold- und Silberschmied Günter Guggenberger kann genau sagen, wie viele Schmuckstücke er an vier Forfel-Wochenenden gemeinsam mit den Kindern angefertigt hat: Es waren bis zum letzten Forfel-Wochenende genau 3.370 Anhänger, die in 258,5 Stunden Handarbeit aus 3,4 Kilo Silber angefertigt wurden.

Stolz verweist er auf seine Liste, wo er alles festgehalten hat: Immerhin wollen die Goldschmiede auch nächstes Jahr wissen, welche Menge des edlen Metalls sie für die Kinder bereitstellen müssen.

19.524 Gäste beim Kinderfestival

Dass vergangenes Wochenende Forfel bereits ins Finale ging, verblüfft auch Forfel-Präsidentin Christa Prets. „Dass schon wieder Schluss ist, nehme ich mit einem lachenden und einem weinenden Auge zur Kenntnis“, hält Prets fest. Denn sobald die große Schlussparade über die Bühne gegangen ist, beginnen schon die Vorbereitungen für die Saison 2019.

19.524 Gäste ließen sich im Juli 2018 das Kinderfestival „Burg Forchtenstein Fantastisch“ nicht entgehen. Christa Prets hält dazu fest: „Es ist schon erstaunlich und vor allem sehr erfreulich, dass es uns immer wieder gelingt, unser Stammpublikum zu erreichen und gleichzeitig neue Gäste zu unserem Festival zu bringen!“, bilanziert die Präsidentin des durchführenden Vereins „Leben wie früher erleben“, positiv. Selbst das finale Wochenende war bei über 30 Grad außergewöhnlich gut besucht. Richtig heiß wurde es den Gästen nur beim Musical „Bronti und der Superkraft-Karottensaft“ von Thomas Brezina (Buch) und Gerhard Krammer (Musik).

„Es ist schon erstaunlich und vor allem sehr erfreulich, dass es uns immer wieder gelingt, unser Stammpublikum zu erreichen und gleichzeitig neue Gäste zu unserem Festival zu bringen!“

Doch die Musical-Darsteller sangen und tanzten, als würden die tropischen Temperaturen im Aufführungsraum nicht existieren. Die Musical-Darbietungen wurden vom Publikum insgesamt 24 Mal begeistert gestürmt, 22 Vorstellungen waren ausverkauft. Sehr geduldig werkten die Strohflechterinnen aus Piringsdorf. Daneben fanden die Damen rund um Steffi Kohwalter auch noch Zeit, um mit den Gästen über Piringsdorf und seine Strohkultur, die immer stärker im Schwinden begriffen ist, zu plaudern.

Mehr als ein Drittel der Besucher fährt für Forfel zwischen 60 und 70 Minuten bis zur Burg. Mehr als 50 Prozent bleiben zwischen vier und sechs Stunden auf der Burg, 15 Prozent verbringen überhaupt den ganzen Tag beim Festival.