Schäferhund fiel in Kanal

Ein Schäferhund lag einige Meter tief in Schacht. Feuerwehr Forchtenau half bei der Bergung. Hundebesitzer kletterte selbst zu seinem Tier hinunter.

Erstellt am 19. August 2021 | 02:59
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Nach erfolgreicher Bergung musste sich der Schäferhund erst von den Strapazen erholen.
Foto: FF Forchtenau

In der Nacht von 15. auf 16. August wurde die Feuerwehr Forchtenau zu einer Tierbergung im Ortsgebiet gerufen.

„Ein Schäferhund war drei bis vier Meter tief in einen offenen Kanalschacht gestürzt“, berichtete Feuerwehrkommandant René Schreiner.

Dem Hundebesitzer sei klar gewesen, dass er das Tier alleine nicht würde bergen können, weshalb er die Feuerwehr um Hilfe bat.

Zuerst wurde der Hundebesitzer mit Sicherung durch die Feuerwehrleute in den Schacht hinuntergelassen.

Dabei gingen die Beteiligten wegen des im Schacht zu befürchtenden Sauerstoffmangels ganz langsam und vorsichtig vor.

Der Hundebesitzer legte seinem verunglückten Hund einen Beißkorb an und zog dem Tier eine Rundschlinge über die Vorderbeine bis zum Bauch.

„Dann holten wir zuerst den Hundebesitzer aus dem Schacht und danach zogen wir den Hund heraus“, schilderte der Feuerwehrkommandant den weiteren Ablauf.

Warum der Hund in den Schacht gestürzt ist, wisse man nicht.

„Entweder war der Kanaldeckel nicht ganz richtig aufgesetzt, sodass er aufgeschnappt ist, oder er war überhaupt offen.“

Hund wartete ruhig auf seine Rettung

Der Hund habe sich in seiner misslichen Lage vorbildlich verhalten.

„Er war ganz ruhig, hat nicht gewinselt. Er wusste genau, dass wir ihm jetzt helfen“, lobt René Schreiner das Tier. „Das war richtig rührend.“

Zum Glück erlitt der Hund keine schwere Verletzung.

„Er war zwar mitgenommen und erschöpft, stand aber nach der Bergung auf und ging ein paar Schritte“, so der FF-Kommandant.

Der Hundebesitzer und seine Frau, die ebenfalls am Einsatzort anwesend war, bedankten sich nach der Hunderettung herzlich bei den Hilfskräften der Feuerwehr.