Tote Fische im Stausee sorgen für Diskussionen

Für Aufregung in sozialen Medien sorgte die Entdeckung eines Facebook-Users: Er sah dutzende verendete Zwergwelse.

Erstellt am 02. März 2019 | 04:21
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Verendet. An der Oberfläche des abgelassenen Stausees Forchtenstein schwammen vor Kurzem tote Fische. Mittlerweile wurden sie beseitigt.
Foto: ZVg

Ein Facebook-User schlug vergangene Woche Alarm: An der Oberfläche des beliebten Badestausees Forchtenstein trieben hunderte tote Fische. Es handelte sich um tote Zwergwelse. Die BVZ hat sofort bei den Behörden nachgefragt. Diese versuchen zu beruhigen: Die Fische sind Schädlinge.

„Diese Fische gehören eigentlich nicht in den Stausee hinein, sie sind Schädlinge“

Wolfgang Fasching war gerade am Stausee Forchtenstein unterwegs, als ihm die vielen Fischkadaver auffielen. Empört schickte er der BVZ die Fotos mit der Nachricht: „Eine bodenlose Frechheit! Tote Fische am Stausee Forchtenstein! Bitte sich ein eigenes Bild zu machen.“ Während Forchtensteins Amtsleiter Hermann Wessely von Schädlingen spricht – „diese Fische gehören eigentlich nicht in den Stausee hinein, sie sind Schädlinge“ – spricht Bürgermeisterin Friederike Reismüller von einem normalen Fischbestand. „Manche Fische vermehren sich eben stärker“, lässt die Bürgermeisterin wissen.

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Wie es zu den toten Fischen im Stausee kommen konnte, erklärt Bürgermeisterin Reismüller wie folgt: „Wir lassen das Wasser wegen der Wasserqualität ab. Zuvor wird alles abgefischt und auf verschiedene Teiche aufgeteilt. Manche Fische verkriechen sich im Schlamm und bleiben dann in einem Restwasser.“ Durch die frostigen Temperaturen ist dieses Restwasser gefroren und die Fische sind laut Gemeinde erfroren. „In diesem Eckerl des Sees haben wir jedes Jahr Probleme“, so Reismüller.

„Wir haben im Stausee sicher keine Algen“

Der Vorfall löste eine Diskussion in sozialen Medien aus. So schreibt ein User, dass die Gemeinde diese Schädlinge selbst im Stausee ausgesetzt hat, um Algen zu beseitigen. „Wir haben im Stausee sicher keine Algen“, kontert Reismüller. Das Abfischen war mit der Gewässeraufsicht akkordiert. „Im Sommer wurde entdeckt, dass jemand Zwergwelse ausgesetzt haben muss. Das kann auch schon im Jahr davor passiert sein. Diese haben einen Badegast gezwickt“, berichtet Herbert Szinovatz, Referatsleiter bei der Gewässeraufsicht. Bei den toten Fischen handelt es sich somit um Restbestände.