Treue Helfer: Arbeiten für FORFEL. Einmal FORFEL, immer FORFEL, so lautet das Motto vieler hinter den Kulissen von Burg Forchtenstein Fantastisch.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 06. Juli 2017 (05:53)
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„Rollen, rollen, zack, zack, zack“, seit 20 Jahren schwingt Sabine Tschürtz das Nudelholz bei der Keramikstation und hilft den Kindern, ein eigenes Wappen zu gestalten.
BVZ, JJ

Vor 20 Jahren hat Sabine Tschürtz aus Pöttelsdorf das erste Mal FORFEL-Luft geschnuppert. Sie erzählt: „FORFEL gehört mittlerweile zu meinem Leben dazu.“ Während sie noch erzählt, rollt sie geschickt eine Tonkugel vor sich her, bevor sie ein Nudelholz nimmt und den Ton wie ein Teigstück ausrollt.

Vor 20 Jahren wurde jemand gesucht, der gerne mit Ton arbeitet. „Töpfern ist mein Hobby“, erzählt Tschürtz weiter. Sie bereitet ihre Station, bei der die Kinder sich ihr eigenes Wappen aus Ton formen können, auf das erste FORFEL-Wochenende und damit den Ansturm von Kindern vor. Pro Wochenende kommen ca. 3000 Kinder zu Sabine Tschürtz, da muss alles vorbereitet sein und klappen. Dabei legt sie Wert auf ein einwandfreies Ausgangsprodukt. Der Ton für FORFEL stammt aus der Keramiker-Hochburg Stoob. Ihre Kinder seien quasi im Sommer mit FORFEL aufgewachsen. Obwohl verschiedene Ausstecher zur Verfügung stehen, ist die Wappenform immer noch am Beliebtesten. „Ein eigenes Wappen, das gehört doch zu einer Burg dazu, oder nicht?“, fragt Tschürtz.

"Einen Tag sollte man sich für einen Besuch bei FORFEL Zeit nehmen"

Ihr Rat an alle zukünftigen FORFEL-Besucher lautet: „Einen Tag sollte man sich für einen Besuch bei FORFEL Zeit nehmen. Das Programm ist so umfangreich, da reichen ein paar Stunden einfach nicht aus“, ist sie überzeugt. Sophie Rotter aus Mattersburg ist neu bei FORFEL. Sie hat sich schon im Winter beworben. Die Gymnasiastin wird den Kindern dabei helfen, eine Replik von Burg Forchtenstein aus Beton zu gießen. Und Jacqueline Kremser aus Wiesen firmiert immer noch unter der Bezeichnung „Praktikantin“, obwohl sie heuer schon zum siebenten Mal in der Bio-Backstube steht.

„Ich bin jetzt fertige Kindergarten-Pädagogin und arbeite in Wien. Aber FORFEL ist eine gute Gelegenheit, um sich ein Taschengeld dazuzuverdienen und so die Urlaubskassa aufzubessern“, schmunzelt Jacqueline. Doch alleine wegen des Geldes arbeitet niemand für FORFEL. „Ich mache es einfach gerne“, sagt Jacqueline, und dabei geht es ihr so wie vielen Helfern: Wen das FORFEL-Fieber einmal gepackt hat, den lässt es nicht mehr los.