Zum Jubiläumsjahr gibt es den Segen vom „Chef“. Bischof Ägidius Zsifkovits segnete das Holzkreuz, das am Sonntag am Kirchenvorplatz aufgestellt wurde.

Von Judith Jandrinitsch. Erstellt am 21. Februar 2018 (05:01)
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Das Aufstellen des Kreuzes bildete quasi den Auftakt zum Jubiläumsjahr 2018, in dessen Mittelpunkt die „Heilige Stiege“ der Pfarrkirche Forchtenstein steht. Die Heilige Stiege in Forchtenstein zählt zu den herausragenden Schätzen unter den Sakralbauten des Landes.

Diese außergewöhnliche Nachbildung der heiligen Stiege in Rom wurde vor 300 Jahren errichtet. „Wir wollten anlässlich dieses Jubiläumsjahres auch ein sichtbares Zeichen setzen, deshalb ist der Pfarre die Idee mit dem Holzkreuz gekommen“, erklärt Forchtensteins Pfarrer Aby Puthumana. Handwerklich geschickte Männer konnten zur Errichtung des Holzkreuzes gewonnen werden.

„Wir wollten anlässlich dieses Jubiläumsjahres auch ein sichtbares Zeichen setzen"

Für Gerhard Eigner und seinen Bruder Johann sowie Johann Schwarz und Ewald Strodl war es eine Ehre, das über sechs Meter hohe Holzkreuz zu zimmern.

Der gelernte Zimmerer Gerhard Eigner erklärt: „Pfarrer Aby hatte die Idee, und wir haben das Kreuz aus Leimholz gebaut. Das Kreuz besteht somit aus 20 mal 40 Zentimeter großen Einzelteilen.“ In zweieinhalb Tagen war das Kreuz fertig. Es wiegt rund 900 kg, und auch vor dem Aufstellen wurde nichts dem Zufall überlassen. „Wir haben das Köcherfundament vorbereitet, die Aufstellhelfer ausgewählt und sogar das Aufstellen selber vor dem Sonntag mit Holzstecken geübt“, erzählt Eigner. Das Kreuz selbst ragt einen Meter in den Boden hinein und soll rund ein Jahr lang an seinem Aufstellungsort stehen bleiben. Das violette Verhüllungstuch für die Fastenzeit hat Pfarrer Aby organisiert.

Bild vom Papst bekommen

Bürgermeisterin Riki Reismüller, (SPÖ), erinnert sich an die Generalsanierung der Stiegen vor 20 Jahren. „Die Stufen waren ja komplett verfallen, das war schon sehr aufwändig und teuer, den Originalzustand wieder herzustellen.“ Vor dem Jubiläum wurden ebenfalls Ausbesserungsarbeiten durchgeführt, die Gemeinde beteiligte sich mit 3.000 Euro. Doch Pfarrer Aby wäre nicht Pfarrer Aby, wenn er es nicht geschafft hätte, die Stiege von seinem obersten Vorgesetzten, Papst Franziskus, segnen zu lassen. „Die Pfarre hat von Papst Franziskus das dementsprechende Dekret zugeschickt bekommen, mit einem Bild vom Papst inklusive“, berichtet die Ortschefin stolz.