Mattersburger Bezirkspartei-Obmann ficht Ausschluss an

Der ehemalige Mattersburger Bezirksparteiobmann der FPÖ Burgenland, Christian Spuller, hat am Dienstag angekündigt, dass er seinen Parteiausschluss beim Parteigericht anfechten will.

Erstellt am 09. März 2021 | 10:38
 Christian Spuller (r.) mit FPÖ-Klubchef Hans Tschürtz
Ausschluss nach Zwist. Christian Spuller (r.) mit FPÖ-Klubchef Hans Tschürtz, der als ehemaliger Landesvize noch ein enger Vertrauter war.
Foto: BVZ-Archiv

Er war aufgrund eines Streits mit Klubobmann Johann Tschürtz, der öffentlich über eine Kandidatur als Bürgermeister in Mattersburg nachgedacht hatte, aus der FPÖ ausgeschlossen worden. "Die Vorwürfe sind haltlos und willkürlich", sagte Spuller, der vor einem "Zerbröseln der Landespartei" warnte.

Die Ankündigung von Tschürtz sei weder mit ihm als damaligem Bezirkschef noch mit dem Stadtparteiobmann abgesprochen gewesen. Er habe deshalb eine Klarstellung für notwendig gehalten, habe dafür eine Verwarnung kassiert und sei kurz darauf aus der Partei ausgeschlossen worden, betonte Spuller in einer Aussendung. Die Argumente dafür seien aus seiner Sicht "an den Haaren herbeigezogen".

Insgesamt sehe er die jüngsten Parteiausschlüsse und Austritte kritisch. "Man will all jene, die nicht blind dem neuen Parteichef (Alexander Petschnig, Anm.) folgen, schlichtweg loswerden. Auf Fehlentwicklungen innerhalb der Partei hinzuweisen, ist sowieso tabu", meinte Spuller. An der Basis rumore es deshalb nach wie vor, die Partei sei in "unzählige Splittergruppen" zerfallen. "Wenn das einzige Führungsinstrument von Petschnig Parteirauswürfe sind, dann gute Nacht, FPÖ Burgenland", betonte Spuller.