Kürzungen bei Sozial-Vereinen in Mattersburg

Infolge von Kürzungen der Bundesmittel gibt es weniger finanzielle Mittel für „Mein Laden“ und die „Heinzelfrauen“.

Erstellt am 29. Mai 2019 | 04:25
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Die Kürzungen der Bundesmittel für das Arbeitsmarktservice haben auch Folgen für zwei Mattersburger Sozial-Einrichtungen: Weniger Geld für „Mein Laden“ und die „Heinzelfrauen“.

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Christian Haider, Geschäftsführer von „Mein Laden“
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Große Einschnitte musste zunächst „Mein Laden“ befürchten. Nach Verhandlungen konnten die finanziellen Einbußen etwas abgeschwächt werden, dennoch gibt es negative Auswirkungen. Zum einem gibt es nun nur mehr zehn statt 14 „Transitarbeitskräfte“ (Personen, die wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden sollen).

Ebenso fehlen die Mittel für eine „Schlüsselkraft“. Getroffen hätte es einen 56-jährigen gelernten Tischler, der wieder ohne Job da gestanden wäre. Der Mann konnte nun dennoch gehalten werden.

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„Es haben sich bei uns alle Schlüsselarbeitskräfte solidarisch erklärt und sind mit dem Gehalt runtergegangen. Somit kann der betroffene Mitarbeiter auch weiterhin bei uns tätig sein. Wir leben eben unser Sozialprojekt“, berichtet Geschäftsführer Christoph Haider.

„Mit dem AMS hat es sehr kooperative Gespräche gegeben"

Inge Posch, Obfrau von „Mein Laden“, hält mit Kritik nicht hinterm Berg: „Mit dem AMS hat es sehr kooperative Gespräche gegeben. Dass von Seiten des Bundes Gelder für diesen Bereich gekürzt werden, kann ich nicht nachvollziehen. Wenn sich die Mitarbeiter von „Mein Laden“ nicht solidarisch erklärt hätten, wäre der betroffe Mann aus unser Tür raus und beim AMS wieder reingegangen.“

Bei den „Heinzelfrauen“ wird die Kürzung ab dem 1. Juli in Kraft treten. Diese fällt etwas schwächer als bei „Mein Laden“ aus. „Aktuell haben wir 13 Transitarbeitskräfte, mit der Kürzung wird es nur mehr Platz für 12 geben“, berichtet Geschäftsführerin Eva Hombauer.