Mattersburger Wahlsieg: Zwei Steine, die vom Herzen fielen

Erstellt am 05. Oktober 2022 | 17:15
Lesezeit: 3 Min
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Sichtlich gerührt gratulierten Mutter Gerlinde und Vater Ernst Dienbauer Tochter Claudia Schlager.
Foto: Richard Vogler
Claudia Schlager über die Absolute der SPÖ und ihren Sieg bei der Bürgermeisterwahl.
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So richtig einzuschätzen wagten den Wahlausgang nur die wenigsten, zu viele große Unbekannte waren im Spiel: Bei der SPÖ hinterließ Langzeit-Bürgermeisterin Ingrid Salamon große Fußstapfen, und für deren Nachfolgerin Claudia Schlager war es die erste Gemeinderatswahl. Hans Tschürtz (Liste Johann Tschürtz – Vorwärts Mattersburg) ist seit mehr als 20 Jahren im Politikgeschäft, war viel unterwegs und schlug im Vorfeld der Wahlen kräftig die Wahlkampf-Werbetrommel.

Mit den NEOS und der MFG traten zwei neue Parteien an, zum ersten Mal standen in Mattersburg also sechs Fraktionen zur Wahl.

Unterm Strich fiel das Wahlergebenis deutlich zu Gunsten der SPÖ aus: Die Regierungspartei holte sich 55,6 Prozent, was ein Plus von 4,34 Prozent bedeutet. Bei der Bürgermeisterwahl setzten 2.380 Mattersburger das Kreuzerl neben Schlager, was ein Ergebnis von 61,03 Prozent brachte. Langzeit-Bürgermeisterin Ingrid Salamon erreichte beim Urnengang 2017 zwar 2.403 Stimmen. Aufgrund der geringeren Wahlbeteiligung, waren dies in Prozenten (57,92) weniger als bei Schlager.

Der Jubel im Florianihof war groß, als Schlager am Wahlsonntag gegen 20.30 Uhr eintraf, Standing Ovations ihrer SPÖ-Mitstreiter waren die Folge und gefeiert wurde noch länger. „Gegen 17 Uhr hat man bei der Auszählung schon erkennen können, dass ich die Bürgermeisterwahl gewonnen habe, da ist mir zum ersten Mal ein Stein vom Herzen gefallen. Gegen 18 Uhr hat sich herauskristallisiert, dass wir die Absolute halten, zu diesem Zeitpunkt fiel mir der zweite Stein vom Herzen“, berichtete Schlager am Tag nach dem Wahlerfolg.

„Dass wir dann noch ein Mandat zu den bereits beachtlichen 14 dazugewonnen haben, ist einfach ein Wahnsinn.“

Auch sie bestätigt, dass es im Vorfeld der Wahl „intern eine gewisse Anspannung gegeben hat. Es sind sechs Parteien angetreten, wir waren wirklich etwas unsicher, ob wir die absolute Mehrheit beibehalten werden. Dass wir dann noch ein Mandat zu den bereits beachtlichen 14 dazugewonnen haben, ist einfach ein Wahnsinn.“

Die Gründe für das tolle Abschneiden? „Wir haben einmal gefeiert und werden das Ergebnis in den nächsten Tagen genau analysieren. Ich denke, wir haben vieles richtig gemacht im vergangenem dreiviertel Jahr, ich habe auch vieles dazugelernt. Wichtig war, dass ich viel unterwegs und bei den Menschen war. Ich will mich bei meinem Team, ohne dem dieses Ergebnis nicht möglich gewesen wäre, und bei den Wählern bedanken“, so Schlager.

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