Bad Sauerbrunn: LIBS verliert die absolute Mehrheit

Erstellt am 03. Oktober 2022 | 19:20
Lesezeit: 3 Min
Trotz dem Verlust der absoluten Mehrheit bleibt Hutter Bürgermeister.
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Nach 15 Jahren absoluter Mehrheit der LIBS gibt es dieses Jahr erstmals einen Umsturz. In Bad Sauerbrunn stellten sich ganze sieben Parteien der Wahl, selbst in Mattersburg waren es „nur“ sechs. Das Wahlziel von fast jeder Partei: Die Absolute der LIBS brechen. Letztendlich haben sie es tatsächlich geschafft, die LIBS musste einen Verlust von drei Mandaten einstecken und erreichte somit nicht mehr die absolute Mehrheit im Gemeinderat.

Gerhard Hutter (LIBS) sah dies bereits kommen: „Die Grünen waren 20 Jahre in unserer Liste verankert, bis sie sich dieses Jahr von uns trennten. Das Wählerpotential der Grünen ist bei uns in Bad Sauerbrunn sehr hoch, deswegen gingen zwei unserer Mandate sicherlich an die Grünen. Das dritte Mandat hatte ich nicht erwartet, ich schätze, das hat die ÖVP bekommen.“

Während die LIBS nun nur mehr neun Mandatssitze hat, bekam die ÖVP zwei dazu und besitzt insgesamt fünf. Spitzenkandidat Stefan Neubauer freut sich sehr darüber: „Wir haben unsere Wahlziele absolut übertroffen. Die Absolute konnte gebrochen werden und zusätzlich haben wir noch zwei Mandate dazubekommen, unser Ziel war eigentlich nur eines. Auch mit der Bürgermeisterwahl bin ich sehr zufrieden, fast 400 Stimmen für mich, das hätte ich nicht erwartet.“

Bei der SPÖ dagegen verlief die Wahl nicht so gut - sie verlor zwei Mandate. „Das ist natürlich nicht sehr erfreulich. Dennoch werden wir mit unseren verbliebenen drei Mandaten mit voller Kraft die Arbeit im Gemeinderat wieder aufnehmen“, so Herbert Hanzl.

Feierstimmung herrschte bei den Grünen. Sie kamen erstmals in den Gemeinderat und konnten gleich zwei Mandate ergattern. „Das Ergebnis freut uns natürlich sehr. Wir haben eine komplette politische Änderung im Gemeinderat geschafft und ich kann es kaum erwarten, mit der Arbeit dort zu beginnen. Wir sind offen für eine Kooperation in alle Richtungen!“, so Erika Garner-Spitzer (Grüne), die bei den letzten Wahlen noch für die LIBS angetreten ist.

Auch die MFG hat es in den Gemeinderat geschafft, mit einem Mandatssitz. „Es ist super, dass wir von der Bevölkerung angenommen wurden und wir werden versuchen, uns sinnvoll und sozial im Gemeinderat einzubringen“, erläutert der Spitzenkandidat der MFG Wilhelm Rotschopf. Bei der FPÖ veränderte sich nichts, sie behielten weiterhin einen Mandatssitz. Die NEOS dagegen konnten kein Mandat gewinnen und kamen nicht in den Gemeinderat.

Bürgermeister bleibt dennoch Gerhard Hutter. Mit 59% der Stimmen konnte er die Menschen wieder von sich überzeugen und behält seinen Posten inne. Wegen der neuen politischen Aufteilung macht er sich keine Sorgen: „Ich denke nicht, dass das unsere zukünftige Zusammenarbeit erschweren wird. Ich bin komplett offen für die neue Situation und wir werden gemeinsam im Gemeinderat Entscheidungen treffen – wie das funktioniert, wird sich zeigen.“

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