Windpark in Pöttelsdorf wird reduziert. In den kommenden zwei bis drei Jahren soll mit vier modernen Windrädern anstelle der sieben alten doppelt so viel Ökostrom hergestellt werden.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 01. April 2021 (04:24)
Symbolbild
NOEN, BVZ/Müllner

Vergangene Wochen fanden am Windpark Pöttelsdorf Reparaturarbeiten statt. Dabei war es notwendig, an einem der Windräder ein beschädigtes Hauptlager auszutauschen. „So ein Schaden passiert zwar immer wieder, vor allem bei älteren Anlagen. Trotzdem ist es kein Routinevorgang“, berichtet Michael Kovarik, Pressesprecher der EVN (Energieversorgung Niederösterreich), die vier von sieben Windrädern im Windpark betreibt (die restlichen drei gehören der WEB Windenergie), weshalb auch eine eigens darauf spezialisierte externe Firma mit den Arbeiten beauftragt wurde.

Gesamthöhe von 130 Metern

Bei einer schwindelerregenden Gesamthöhe eines Windrades von 130 Metern waren deren Techniker sowohl mit einem Kran als auch mit einer Gondel im Einsatz. Aufgrund des starken Windes konnten die Arbeiten allerdings erst verzögert in Angriff genommen werden, zwei Tage musste der Kran auf seinen Einsatz warten. Insgesamt wurde schließlich ebenso lange gearbeitet. Die Störung am Hauptlager wurde dabei mittels Fernüberwachung erkannt. „Wenn Störungen auftreten, ist unser Betriebsteam, das rund um die Uhr in Bereitschaft ist, schnell vor Ort. Zusätzlich führen wir regelmäßig Kontrollen und Wartungen durch.“

Vier moderne statt sieben „alte“ Windräder

Die bestehenden Anlagen produzieren derzeit Ökostrom für 6.000 Haushalte. Die Menge an produziertem Ökostrom soll sich in Zukunft jedoch verdoppeln. „EVN und WEB wollen in einem Gemeinschaftsprojekt die bestehenden sieben Windräder durch vier moderne Windräder ersetzen.“ Der rasante technologische Fortschritt in der Windkrafttechnologie lässt die Reduzierung der vor 16 Jahren errichteten Anlagen als sinnvoll erscheinen. „Moderne Windräder produzieren ein Vielfaches an Ökostrom als jene, die dort 2005 errichtet wurden“, erklärt Kovarik die Entscheidung für die Reduzierung. Das Projekt befindet sich derzeit im Genehmigungsverfahren. „Der erste Schritt, der Widmungsprozess innerhalb der Gemeinden, ist allerdings bereits positiv erledigt. Wir sind optimistisch, dass in zwei bis drei Jahren die ersten neuen Anlagen ökologischen Strom produzieren.“