Die Ananas gibt‘s doch!. Hagel und Starkregen richteten große Schäden auf den Erdbeerfeldern an. Hagelversicherungen und geschützter Anbau werden deshalb für die Bauern immer wichtiger.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 30. Mai 2019 (04:29)
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Gute Qualität. Trotz der schlimmen Wetterereignisse gibt es auch dieses Jahr die Wiesener Ananas in hervorragender Qualität. Die Früchte können ab Hof, sowie unmittelbar bei den Erdbeerfeldern am Straßenrand, in Bauernläden und im Lebensmittelhandel gekauft werden. Beim Einkauf auf die Herkunftsbezeichnung achten!

Eine Gewitterfront mit Starkniederschlägen und Hagel hatte Mitte Mai in Teilen von Wiesen und im Bezirk fast 70 Prozent der Erdbeerernte vernichtet. Trotz dieser Umstände können Konsumenten heuer mit genügend Erdbeerertrag, der eine hervorragende Qualität aufweist, rechnen.

Wie sich zeigte, werden Hagelversicherung und „geschützter Anbau“ – wie zum Beispiel im Folientunnel – immer wichtiger, um die Existenz regionaler Lebensmitteln zu sichern und somit auch die Existenz der burgenländischen Bauern.

„Die Wiesener Ananas, es gibt sie doch! Trotz der schlimmen Wetterereignisse waren unsere Bauern tüchtig und haben ganze Arbeit geleistet. So gibt es auch dieses Jahr die Wiesener Ananas in hervorragender Qualität. Bedingt durch die Unwetter, fällt heuer die Ernte geringer aus. Trotzdem können die Erdbeeren ab Hof sowie unmittelbar bei den Erdbeerfeldern am Straßenrand, in Bauernläden und im Lebensmittelhandel in gewohnter Qualität gekauft werden. Es gilt, beim Einkauf auf die Herkunftsbezeichnung zu achten“, so Nikolaus Berlakovich, Präsident der Burgenländischen Landwirtschaftskammer.

„Die Existenz unserer Bauern muss gesichert bleiben"

Er fährt fort: „Die Existenz unserer Bauern muss gesichert bleiben. Daher berät die Landwirtschaftskammer die Bauern schon längere Zeit über Vorsorgeprodukte. Aufgrund der immer wiederkehrenden Unwetter wurde die Hagelversicherung in den letzten Jahren ausgebaut. Dadurch sind bereits 90 Prozent der Erdbeerflächen im Burgenland versichert. Auch der „Geschützte Anbau“ wird in Zukunft immer wichtiger werden, um die Versorgungssicherheit mit regionalen Lebensmitteln für die Burgenländer zu garantieren“, betont der Präsident.

Michael Habeler, Obmann der Genussregion Wiesener Ananas Erdbeeren. Er unterstreicht: „Geschützter Anbau ist ein sehr wichtiges Thema für uns. Bereits 40 bis 50 Prozent unserer Ernte stammt aus Folientunneln. Mit diesen können wir die sensiblen Früchte vor katastrophalen Wettereinbrüchen schützen.“

„Geschützter Anbau ist ein sehr wichtiges Thema für uns"

Im Burgenland besteht mit der „Wiesener Ananas-Erdbeere“ eine eigene Genussregion. Hier bewirtschaften rund 40 Betriebe im Voll- oder Nebenerwerb Erdbeerflächen von etwa 70 Hektar.

Hauptsorten bei Erdbeeren sind Clery, Joly, Darselect, Asia und Lambada. Erdbeeren zählen in Österreich zu den beliebtesten Früchten. Statistisch gesehen werden jährlich rund drei Kilogramm pro Kopf von den Österreichern verzehrt. Die Erdbeere gehört zu den kalorienärmsten Obstarten, da sie zu 90 Prozent aus Wasser besteht. Ananas-Erdbeeren sind auch Spitzenreiter bei Vitaminen.

Sie versorgen den Konsumenten mit mehr Vitamin C als Zitrusfrüchte. Erdbeeren sind jedoch sehr empfindlich und reagieren anfällig auf falsche Lagerung sowie lange Transportwege.