Schattendorf: Solarenergie auf 17 Hektar

Gemeinde leitete Flächenwidmungsplanänderung ein. Betreiben will den Solarpark die Energie Burgenland. Eine Einigung mit Grundstücksbesitzer Esterházy gibt es noch nicht.

Erstellt am 09. April 2021 | 04:23
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Photovolktaikanlage. Die Gemeinde hat schon die Flächenwidmungsplanänderung eingeleitet. Energie Burgenland möchte hier (blaue Markierung) eine Freiflächenanlage errichten.
Foto: zVg, zVg

Die Energie Burgenland ist Österreichs größter Windstromproduzent. Bis 2025 möchte das Unternehmen auch Vorreiter auf dem Gebiet der Solarenergie werden und sucht daher Flächen für Fotovoltaik-Anlagen. Fündig wurde man in Schattendorf, wo bei der vor Kurzem abgehaltenen Gemeinderatssitzung eine Flächenwidmungsplanänderung für 17 Hektar Ackerland beim Untenhof Richtung Ungarn – ohne die Stimmen der ÖVP – eingeleitet wurde.

Photovoltaik-Anlage auf Esterhazy-Gründen

Auf diesen Gründen, die sich im Besitz der Esterházy Privatstiftung befinden, möchte der burgenländische Energieanbieter die erste größere Fotovoltaik-Freifläche errichten. „Diese Anlage soll eine Einsparung von 6.400 Tonnen CO2 pro Jahr bringen und 4.850 Haushalte mit Strom versorgen“, so Bürgermeister Johann Lotter.

„Im Zuge des neuen Raumplanungsgesetzes wird die Gemeinde daraus Einnahmen von etwa 6.000 Euro lukrieren. Wir wollen Vorreiter im Bereich der Fotovoltaik sein und daher dieses große Projekt der erneuerbaren Energie unterstützen und uns gleichzeitig als ‚Energie-Gemeinde‘ ausweisen. Damit wollen wir auch ein Zeichen in diese Richtung setzen“, fährt Ortschef Lotter fort. „Burgenland ist bereits Vorreiter bei der Windenergie und die Marktgemeinde Schattendorf will zukünftig Teil dieser klimaneutralen Region werden. An diesem Projekt können sich voraussichtlich auch die Bürger beteiligen, Details dazu werden noch bekannt gegeben“, so der Bürgermeister.

Geht alles nach Plan, dann könnte mit dem Bau der Anlage bereits im heurigen Herbst gestartet werden. Geplant ist die Errichtung von 37.500 Modulen mit einer Leistung von 15 Megawatt. „All diese Abläufe brauchen Zeit, der Ausbauplan auf Schattendorfer Hotter soll aber zügig und rechtssicher vorankommen“, so ein Sprecher der Energie Burgenland.

„Esterháy unterstützt im Bereich erneuerbarer Energie seit jeher bestmöglich die Zielsetzungen der österreichischen Bundesregierung sowie der burgenländischen Landesregierung. Seit vielen Jahren laufen daher mit verschiedenen potentiellen Betreibern, so auch der Energie Burgenland, Gespräche zum verstärkten Einsatz von Biomasse und dem Ausbau im Bereich Wind und Fhotovoltaik“, so Barbara Wagner-Gmeiner von Esterháy, die darauf hinweist, dass von Esterházy-Seite jedoch noch keine Vereinbarungen bezüglich dieses Projektes auf Schattendorfer Hotter bestehen.