Ortschronik für Loipersbach

Erstellt am 24. Februar 2022 | 06:21
Lesezeit: 2 Min
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Historiker Michael Floiger stellt die Festschrift für seinen Heimatort zusammen.
Foto: BVZ
Der Historiker arbeitet seit 50 Jahren kontinuierlich an der Erforschung der Ortsgeschichte.
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Michael Floiger brachte bereits 1971 über seinen Heimatort eine Festschrift zum 750. Jubiläum heraus. 2025 soll eine neue Ortschronik als Festschrift zu 800 Jahre Loipersbach erscheinen, für die der Historiker kontinuierlich seit Jahrzehnten, besonders aber in den letzten Jahren, an der Ortsgeschichte forscht und Material sammelt. „Ganz so leicht ist das nicht, denn viele Aufzeichnungen liegen in Ödenburg verwahrt, aber es fehlen mittlerweile nur mehr wenige Einzelheiten, die ich dazu benötige“, ist der 73-Jährige optimistisch.

Seit 13 Jahren ist der ehemalige Professor für Geschichte und Geografie am Gymnasium Mattersburg in Pension. „Schon als Jugendlicher habe ich mich sehr für Geschichte interessiert. Ich habe 1971 meine Diplomarbeit über Loipersbach im Zeitalter von Reformation und Gegenreformation verfasst. Daraus ergab sich die erste Festschrift für 750 Jahre Loipersbach.“ Mittlerweile verfasste er als Autor oder Mitautor an die 13 Bücher und unzählige Artikel zur Geschichte und Kultur des Burgenlandes. Aus seiner Feder stammen beispielsweise die Karten zum „Historischen Atlas Burgenland“ der 2011, zum 90. Jubiläum des Landes, erschien. Weiters ist der Loipersbacher Initiator und Autor der Internetseite „atlas-burgenland.at“, der seit mittlerweile neun Jahren im Internet zu finden ist. Ein „work in progress“, wie er sagt, denn hier sind in digitaler Form Geschichte, Epochen, Orte und Personen aus dem Burgenland abrufbar und sie ist noch nicht ganz vollendet. Auf diese Arbeit ist er besonders stolz, denn 15 Millionen Zugriffe aus aller Welt sind seither verzeichnet worden und 3.000 bis 5.000 Zugriffe scheinen täglich auf.

Trotz der umfangreichen Forschungsarbeit bleibt dem ehemaligen Gymnasialprofessor noch Zeit, seinen großen Garten zu pflegen und darin Gemüse zu pflanzen. Seine besondere Leidenschaft, die er mit seiner Gattin teilt, ist das Reisen rund um den Erdball. Südamerika würde der Familie Floiger noch in ihrem Repertoire fehlen, aber das kommt noch, wenn Corona das sichere Reisen wieder erlaubt.

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