Neudörfler Freundschaftspflege bis in die Schweiz

Erstellt am 20. Juni 2022 | 05:22
Lesezeit: 3 Min
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Die beiden Obmänner der jeweiligen Vereine, Bruno Küenzi und Othmar Schwarzlmüller.
Foto: zVg
Am Wochenende wurde an drei Tagen das 25-jährige Jubiläum der Gesellschaft der Freunde Zollikofen (GFZN) gefeiert. Besuch aus der Schweiz durfte dabei natürlich nicht fehlen.
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Die Partnerschaft zwischen den beiden Gemeinden Neudörfl und Zollikofen in der Schweiz besteht bereits seit 1973. Bis 1997 wurde diese von der Markgemeinde Neudörfl gepflegt. 1997 wurde der Verein „Gesellschaft der Freunde Zollikofen Neudörfl“ gegründet.

Gründungsobmann war Fritz Reinhalter, seine Nachfolger waren Franz Valenka und Leopold Aigner. Seit drei Jahren führt Othmar Schwarzlmüller den Verein. „Ich bin bereits seit ungefähr zwanzig Jahren Mitglied. Deshalb hat sich die Obmannschaft angeboten.“ Zum Verein selbst kam er über den Männergesangsverein, bei dem er singt und der seit Langem ebenfalls gute Kontakte mit den Schweizer Freunden unterhält.

Der Zweck des Vereins ist im Wesentlichen die Freundschaftspflege, die durch gegenseitige Besuche aufrechterhalten und gestärkt wird. Zum 25-jährigen Jubiläum des Vereins wurde am Freitag mit den Freunden aus der Schweiz zunächst die Burg Schlaining besichtigt.

Am Samstag Abend gab es im Martinihof eine interne Feier der Vereinsmitglieder, wobei der Männergesangsverein für die gute Stimmung sorgte. Am Sonntag folgte abschließend ein Frühschoppen im Gaudium von Heinz Döller. Für die musikalische Umrahmung sorgte dabei der Musikverein Szent Miklos.

Das Schweizer Pendant zum Neudörfler Verein, die Gesellschaft der Freunde Neudörfl in Zollikofen, besteht schon ein paar Jahre länger, seit 1976. Auch der Schweizer Obmannkollege von Othmar Schwarzlmüller, Bruno Küenzi, ist etwas länger im Amt. Seit neun Jahren, erzählt er.

Beide Vereine haben ungefähr dieselbe Anzahl an Mitgliedern: in Neudörfl sind es 150, in Zollikofen 130. Sowohl hier als auch dort besteht die Möglichkeit, dass man beiden Vereinen beitritt. Zollikofen selbst liegt im Kanton Bern. Mit 10.600 Einwohnern ist der Ort etwa doppelt so groß wie Neudörfl.

Wie sieht es nun mit der sprachlichen Verständigung aus, versteht man sich gegenseitig? „Es kommt immer darauf an, wie man miteinander redet und wie viele Gläser man schon miteinander getrunken hat“, scherzt Othmar Schwarzlmüller. „Aber zum Glück liegt Zollikofen in der deutschsprachigen Region der Schweiz. Somit stellt das kein Problem dar.“ Dem kann Bruno Küenzi nur zustimmen. „Wir verstehen uns gut“, sagt er mit mittelleichtem Schweizer Akzent. „Wir können aber auch schwyzerdütsch.“

Und wo ist es schöner, in der Schweiz oder in Österreich? Beide geben eine sehr diplomatische, aber auch ehrliche Antwort. Bruno Küenzi: „Das ist schwierig zu sagen. Zuhause ist man es natürlich gewohnt. Hier läuft es etwas anders, was es aber auch wiederum interessant macht. Sowohl in Neudörfl, als auch in Zollikofen, fühlt man sich aber relativ schnell heimisch.“

Othmar Schwarzlmüller stammt ursprünglich nicht aus Neudörfl, lebt aber schon seit vielen Jahren in der Gemeinde. Für ihn ist es dort schön, wo man sich wohl und geborgen fühlt. „Und wo man Freundschaft und das Vereinsleben leben kann. Das ist in Neudörfl genauso wie in Zollikofen sehr gut möglich. Man kann nicht sagen, dort oder dort ist es schöner.“

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