Pöttschinger hat bereits 180 Mal Blut gespendet. Otmar Geischnek aus Pöttsching hat in seinem Leben bereits 180 Mal sein Blut für Menschen in Not hergegeben.

Von Harald Leitner. Erstellt am 30. Mai 2020 (06:01)
Otmar Geischnek bei der Ehrung zu seiner 175. Blutspende mit Vertretern des Roten Kreuz. Foto: zVg
zVg

Der ehemalige Berufskraftfahrer Otmar Geischnek ist wohl einer der aktivsten und motiviertesten Blutspender im gesamten Bezirk. Schon seit seiner Zeit beim Wehrdienst geht der heutige Pensionist regelmäßig zum Roten Kreuz.

„Das erste Mal war beim Bundesheer. Am Freitag nach dem Dienst bestand die Möglichkeit, Blut zu spenden und danach haben wir frei bekommen“, erinnert sich Geischnek. „Als ein Kollege vom Bundesheer dann einen schweren Motorradunfall hatte und viel Blut benötigte, fing ich an, regelmäßig zu spenden. Bis heute gehe ich etwa fünf Mal im Jahr Blutspenden. Ich mache dies allerdings nicht wegen der Würstel oder der Geschenkskörbe. Meine größte Motivation ist, dass ich anderen helfen kann. Natürlich freue ich mich über Auszeichnungen und Einladungen, auf Geschenke habe ich allerdings nie viel Wert gelegt. Das Geld kann für die Jugend besser verwendet werden“, weiß der Pöttschinger.

„Während meiner Bundesheerzeit war ich im Heeresspital in Wien und auch bei meiner Arbeit als Berufskraftfahrer habe ich viele schlimme Unfälle beobachten müssen. Das ist für mich auch ein wichtiger Beweggrund“, führt er weiter aus.

Seitdem er mit 60 Jahren in Pension gehen durfte, fällt es ihm noch leichter, Zeit für diese sinnvolle Freizeitgestaltung zu finden. „Ich bin auch der Meinung, dass es für alle Menschen, denen es möglich ist, Pflicht sein sollte, einmal im Jahr Blutspenden zu gehen, so wie es meines Wissens auch in Norwegen bereits umgesetzt wurde. Auch gesundheitlich hat es viele Vorteile und bietet eine gewisse Sicherheit, da das Blut bei jeder Spende natürlich genauestens untersucht wird. Ein Kollege hatte Diabetes, was erst durch die Untersuchung im Rahmen der Blutspende diagnostiziert wurde.“

Auch nach 180 Spenden ist für Otmar Geischnek noch lange kein Ende in Sicht. „Früher war mit 60 Jahren Schluss, heutzutage kann man aber auch länger Blutspenden, solange man geistig und körperlich noch in der Verfassung dazu ist. Ich habe Bekannte, die mit über 70 Jahren noch immer regelmäßig spenden gehen. Generell gibt es in Pöttsching sehr viele starke Spender, viele haben schon über 100 Mal hinter sich, die eifern mir natürlich alle ein bisschen nach“, scherzt der Vielspender.