Nach Trennung: Ex-Freund schlug zu

Erstellt am 07. Oktober 2022 | 05:16
Lesezeit: 2 Min
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Körperliche Gewalt aus Eifersucht: Wie auf diesem Symbolbild ließ der Angeklagte seine Wut an seiner Ex-Freundin aus.
Foto: Symbolbild: thebigland, shutterstock.com
32-jähriger aus dem Nordburgenland verprügelte Ex-Freundin, weil sie einen neuen Freund hatte. Jetzt wurde der Täter verurteilt.
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„Es ist wichtig!“, teilte der 32-Jährige am 24. November 2021 seiner gleichaltrigen Ex-Freundin mit. Sie solle sich mit ihm treffen.

Zuvor hatte sich der Mann, der im Bezirk Mattersburg lebt, bei einem alten Handy seiner Ex-Freundin eingeloggt und in deren privaten Nachrichten entdeckt, dass sie offenbar einen neuen Freund hatte.

Aus Angst vor einer Eskalation stimmte die Frau einem Treffen zu. Immerhin hatte ihr Ex-Freund schon damit gedroht, ihren Katzen etwas anzutun. Das Treffen fand auf einem Parkplatz bei Müllendorf statt. „Er kam direkt auf mich zu und schlug mir mit der Faust und der flachen Hand ins Gesicht“, berichtete die Frau.

Der Ex-Freund habe sie gestoßen und, als sie am Boden lag, mehrmals auf sie hingetreten. „Ich krabbelte weg, wollte mich in Sicherheit bringen“, erinnerte sich die Frau.

Sie erlitt Verletzungen am Brustkorb und zahlreiche Hämatome. Zwei Wochen lang war sie im Krankenstand.

„Wir waren sieben Jahre zusammen gewesen, im Juli 2021 war es aus“, berichtete der Angeklagte. Dass die Trennung endgültig war, wollte er nicht wahrhaben.

Er habe seiner Ex-Freundin am 24. November 2021 „zwei Flache“ gegeben. Hingetreten habe er nicht. Er soll die Frau auch mit dem Umbringen bedroht und ihr angekündigt haben, er werde ihr das Leben zur Hölle machen.

Der vorbestrafte Mann wurde zu neun Monaten Freiheitsstrafe auf Bewährung verurteilt. An seine Ex-Freundin muss er 1740 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz bezahlen. Der Angeklagte nahm das Urteil an.

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