Bezirke Mattersburg/Eisenstadt: Lebensretter-Duo ausgezeichnet

Erstellt am 17. November 2022 | 04:59
Lesezeit: 3 Min
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Bernhard Johannes Stelzer und Florian Jandl mit ihrer Auszeichnung.
Foto: Landesmedienservice
Florian Jandl und Bernhard Johannes Stelzer zogen einen Unfalllenker aus dem Auto, das kurz darauf in Flammen aufging.
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Dramatische Szenen spielten sich am 17. Juni 2020 auf der B50 (Höhe Stöttera) ab. Gegen Mittag kam es zu einem Zusammenstoß zweier Autos, ein Pkw geriet dabei in Brand. Der in diesem Fahrzeug eingeklemmte Lenker konnte von zwei vorbeikommenden Autofahrern aus dem Wrack gezogen werden.

Die beiden waren der Krensdorfer Bernhard Johannes Stelzer und Florian Jandl, wohnhaft in Müllendorf und Lehrer am Mattersburger Gymnasium. Im Rahmen der Landesauszeichnungen zu Martini wurden sie mit der Rettungsmedaille ausgezeichnet.

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Kurz nachdem der Unfalllenker aus seinem Auto gezogen wurde, ging es in Flammen auf. Foto: Bezirksfeuerwehrkommando Mattersburg.
Foto: BVZ

„Ich war in meinem Auto unterwegs, als der Pkw vor mir anhielt. Schnell habe ich gesehen, dass ein Auto mit dem Heck an der Laterne gestanden ist und es war bereits Rauch zu bemerken“, berichtet Jandl. Eine Frau war vor ihm beim Auto, sie rief, dass noch ein Mensch im Auto sei. Fast im gleichen Moment kam Bernhard Stelzer dazu. „Ich und Bernhard Stelzer haben versucht, die Autotür aufzureißen, was nicht funktionierte und auch der Kofferraum war nicht aufzubekommen“, so Jandl.

Der Rauch war bereits extrem beißend. FLORIAN JANDL

Und auch die Beifahrertür klemmte zunächst. „Ich habe probiert, den Rahmen von der Tür rund um das Fenster aufzureißen. Ich habe mit den Fingern reingegriffen, angerissen, und es hat sich tatsächlich etwas verbiegen lassen. Dadurch ist das Beifahrerfenster zersprungen. Als wir reinsehen konnten, reichten die Flammen bereits zu den Beinen. Der Herr im Auto hat gesagt ‚schnell, schnell, ich verbrenne‘“, schildert Jandl die dramatische Situation. Stelzer und Jandl packten den Verunfallten unter die Achseln und zogen ihn raus. „Der Rauch war schon extrem beißend.“

Welche Gefühle dem Lebensretter dabei durch den Kopf gegangen sind? „Ich habe nicht wirklich viel Zeit zum Nachdenken verwendet. Ich habe mir nur gedacht, dass es explodierende Autos nur im Film gibt. Ein Angstgefühl hatte ich nicht, ich war wie in Trance, ich denke einfach voll Adrenalin.“

Die beiden brachten den Mann vom Auto in Sicherheit, als die Rettungskräfte eintrafen, stand das verunfallte Auto bereits in Vollbrand.

Der Gerettete kam mit Verletzungen davon, verbrachte einige Zeit im Krankenhaus, ehe er wieder entlassen wurde.

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