Verein Katzfatz: Hilfe bei Streunerkatzen. Der Verein Katzfatz aus dem Bezirk Bruck an der Leitha hilft auch im Bezirk Mattersburg bei der Kastration und Versorgung von Streunerkatzen und -katern.

Von Viktoria Sieber. Erstellt am 12. September 2020 (06:06)
Gerettet. Baby-Katzen auf dem Weg in ihr neues Zuhause.
zVg

Im Bezirk Mattersburg kommt es immer wieder zu sogenannten Katzenkolonien. Der Verein Katzfatz hat es sich zur Aufgabe gemacht, solche Kolonien zu bekämpfen bzw. die Katzen und Kater, die darin leben, zu pflegen.

Im April 2017 gründeten Kerstin König und ihr Team den Verein Katzfatz. Die Mission des Vereines ist klar: Es werden Einfangaktionen, Tiertransporte mit Befähigungsnachweis und Kastrationen geplant und durchgeführt. Ebenso ist die Futterstellenbetreuung und Nachbetreuung der Streuner ein großes Anliegen des Teams des Vereines. Auch bei vermissten Haustieren bietet der Verein seine Hilfe an.

Nicky Zerkhold ist die Fängerin in Bezirk Mattersburg.
zVg

Gegründet wurde der Verein, da die Kosten für Privatpersonen nicht tragbar sind und das Team trotzdem den Katzen und Katern helfen wollte. Der Schwerpunkt des Tierschutzvereins liegt auf der Kastration von Streunerkatzen und -katern sowie der Betreuung danach. Sei es tierärztlich oder mit Futterstellen.

Weiters soll schlechte Tierhaltung aufgedeckt werden und daher arbeitet man eng mit den Behörden und Amtstierärzten zusammen. „Wir haben hohe Kosten für Tierarzt, Futter und Kastrationen. Leider ist es oft so, dass Tiere weitere Betreuung brauchen oder ein Tier krank ist. Also wurde der Verein gegründet und mithilfe von Spendern und unseren Unterstützern, können wir diese Arbeit so erfolgreich machen“, so Kerstin König.

Die Zusammenarbeit mit dem Verein „Die Streuner Oberpullendorf“ und Tierarzt Claudia Herka aus dem Tierheim Parndorf ist sehr wichtig. Es wird sich gegenseitig unter die Arme gegriffen, wenn Katzenkinder untergebracht werden müssen, Streunertiere nicht auf dem angestammten Platz bleiben können oder wenn es um die Kommunikation mit der Gemeinde geht.

„Nicht wegsehen, sondern handeln“, lautet die Devise des Vereins. So soll man, wenn einem eine Kolonie oder Streuner- bzw. Baby-Katzen auffallen, dies sofort melden, damit den Tieren geholfen werden kann.

Nicole Zerkhold aus Mattersburg lebt in der Nähe des Mattersburger Friedhofes. Auch ihr ist aufgefallen, dass eine Kolonie dort lebt, und entschloss sie sich, Hilfe bei dem Verein Katzfatz zu holen. Der Verein war dort schon tätig und kannte die Situation vor Ort.

Zerkhold war dann bei der Sicherung von Babykatzen dabei und war schnell Feuer und Flamme für diese Tätigkeit. „Nicole ist eine, die sich in eine Aufgabe verbeißt und das ist das Wichtige bei dieser Arbeit. Nicht locker lassen, bis die letzte Katze auf der Fangstelle gesichert ist. Das kann sich oft über Jahre hinziehen“, so Obfrau Kerstin König.

Von Anfang an mit dem Herzen dabei

Seit dem ist Zerkhold die Fängerin in Mattersburg. „Ich wollte von Anfang an mithelfen“, so Zerkhold. Sie fängt nicht nur die Katzen, sondern ist auch in täglichem Kontakt mit Gemeinden, Bauern, Anwohnern und dem Amtstierarzt.

„Mit ihrer Ruhe klappt auch das nervenaufreibendste Sichern und ihre Detektivtätigkeit lässt mich immer wieder staunen“, so das Team des Vereins Katzfatz. Dadurch konnten bereits viele Streuner einem Besitzer zugewiesen werden.

Kastrationspflicht für Freigänger-Katzen

Zerkhold will vor allem für Aufklärung sorgen. „Viele wissen gar nicht, dass Freigänger-Katzen und -Kater verpflichtend kastriert werden müssen“, so Zerkhold. Das bedeutet, dass alle Katzen, die auf die Straße dürfen auch kastriert werden müssen, vor allem damit Kolonien von Streunerkatzen und -katern nicht so schnell entstehen.

Im Bezirk Mattersburg wird dringend zur Hilfe aufgerufen, sonst komme man nicht mit den Einfangaktionen und Missionen des Vereins nach. Jede helfende Hand ist willkommen.