Zank wegen Bauarbeiten. Wegen Reparaturarbeiten einer defekten Laterne soll die private Einfahrt einer Hirmerin nicht genützt werden können. Bürgermeisterin hat Erklärung dafür.

Von Matea Nikolic. Erstellt am 27. Dezember 2019 (03:33)
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Die Reparaturarbeiten haben vorigen Donnerstag begonnen.
BVZ

„Circa neun Jahre ist es bereits her, dass eine Laterne oberhalb unseres Hauses nicht mehr funktioniert. Doch ausgerechnet jetzt, vor Weihnachten, beschloss die Gemeinde, diese Reparaturarbeiten durchzuführen“, berichtete Hirmerin Isabella Suppan vergangene Woche, um weiter auszuführen: „Das Ärgerliche an der Sache ist, dass die Ausgrabungen für den Tausch der Leitungen bis zu meinem Grundstück reichen werden, obwohl sich die defekte Laterne zwei Häuser entfernt befindet“.

Die Hirmerin zeigt sich verärgert: „Wir bieten ‚Essen auf Rädern‘ an und genau vor Weihnachten gibt es viele Bestellungen, die ausgeliefert werden müssen. Aufgrund der Ausgrabungen kann ich mein Auto, mit dem ich die Speisen ausliefere, jedoch nicht in der Einfahrt abstellen, sondern muss woanders parken – somit würden auch meine Arbeitsschritte erschwert werden“. Isabella Suppan weist auf die mangelnde Unterstützung seitens der Gemeinde hin: „In den letzten zwei Jahren wurden in Hirm sehr viele Bauarbeiten durchgeführt. Es ist unverständlich, wieso die defekte Laterne nicht im Zuge dieser Baustellen repariert werden konnte. Ausdiskutiert kann das Thema nicht werden, da ich von der Gemeinde keine Rückmeldung bekomme“.

„In den letzten zwei Jahren wurden in Hirm sehr viele Bauarbeiten durchgeführt. Es ist unverständlich, wieso die defekte Laterne nicht im Zuge dieser Baustellen repariert werden konnte"

Seitens der Gemeinde gäbe es für diese Vorhaben eine einfache Erklärung. „Alleine die Einrichtung einer Baustelle kostet sehr viel Geld. Einige Tage vor den geplanten Reparaturarbeiten wurden Bauarbeiten in den umliegenden Gassen fertiggestellt, somit war die Baustelle für die defekte Laterne bereits eingerichtet und es kommen keine weiteren Kosten dazu“, erklärte Bürgermeisterin Inge Posch-Gruska in der Vorwoche. Die Reparatur sollte in etwa zwei Tage dauern: „Die Firma Poor wird den Asphalt entfernen und die Firma Wallner wird die Ausgrabung durchführen. Laut letzterer Firma sollen diese Arbeiten sogar nur zwei Stunden dauern. Es muss bis zur nächsten funktionierenden Laterne ausgegraben werden, da von dieser Strom genutzt werden muss, um die defekte Laterne zu reparieren. Asphaltiert wird zwar erst wieder im Frühjahr, doch das hindert die Anrainer nicht an der Nutzung ihrer Einfahrten“.