Mattersburger Stadtchefin will Bürgerforum für Innenstadt

Erstellt am 10. März 2022 | 05:17
Lesezeit: 4 Min
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Claudia Schlager folgte auf Langzeit-Bürgermeisterin Ingrid Salamon.
Foto: RichardVogler
Am 11. März ist Claudia Schlager 100 Tage im Bürgermeisteramt. Die BVZ bat die Ortschefin zum Gespräch.
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Am 11. März sind Sie 100 Tage im Amt. Schon eingelebt?

Schlager: Die letzten 100 Tage waren eine sehr interessante Zeit für mich und sind wie im Flug vergangen. Ich habe mich von Anfang an in meiner neuen Position richtig wohl gefühlt. Es gibt jetzt viele Aufgaben und Aspekte, denen ich mich mit vollster Aufmerksamkeit widme. Also JA, ich habe mich absolut eingelebt, nicht nur räumlich, sondern auch was meine neue berufliche Herausforderung angeht und das im positivsten Sinne.

Welche waren die größten Schwierigkeiten bislang?

Schlager: In der Einarbeitungsphase war es mir sehr wichtig, mir einen Überblick zu verschaffen, alles über die Aufgaben und Besonderheiten der unterschiedlichen Abteilungen kennen zu lernen. Hier in alle Vorgänge richtig einzutauchen kostet natürlich viel Zeit und Konzentration. Aber ich habe einen hohen Anspruch an mich selbst. Das war neben meinen Terminen und Aufgaben nicht immer einfach unter einen Hut zu bringen.

In welchem Entwicklungsstand befindet sich das neue Innenstadtkonzept?

Schlager: Alle MattersburgerInnen haben im Zuge eines Bürgerforums im April die Möglichkeit, ihre Ideen und Anliegen einzubringen. Es liegt mir sehr am Herzen, die Meinungen der BewohnerInnen zu erfahren. Diese Inputs und Wünsche der BewohnerInnen werden dann ausgearbeitet und fließen natürlich in den Plan mit ein. Anschließend wird der Plan fertiggestellt und dann fällt schon der Startschuss.

Die Auslastung des MABU könnte besser sein. Gibt es Pläne, dies zu ändern?

Schlager: Es ist wichtig, das Projekt MABU langfristig zu sehen. Die Zukunft liegt aber klar im Ausbau von öffentlichen Verkehrsmitteln, um der Belastung der Umwelt, der Verschärfung der Parkplatzsituation und des höher werdenden Verkehrsaufkommens in der Innenstadt entgegenzuwirken. Wir arbeiten stetig an diesem Konzept – es werden noch in diesem Monat 9 neue Haltestellen in Betrieb genommen. Und selbstverständlich werden wir die Auslastung nach einer Anlaufzeit evaluieren und anschließend die nötigen Maßnahmen setzen.

Gibt es neue Projekte, die bis zur Wahl umgesetzt werden?

Schlager: Bis dahin ist leider nicht mehr allzu viel Zeit. Was aber noch vor der Wahl kommen wird, ist der Startschuss für die Baumpflanzungen in der Stadt und im Freibad, im allerbesten Fall der Spatenstich fürs neue Rathaus, es ist ein neues Spielplatz- bzw. Bewegungsprojekt im Laufen.

Bürgermeisterin Ingrid Salamon und ihr Team haben der Stadt eine soziale Handschrift verpasst. Welche weiteren Akzente wollen Sie in den kommenden Jahren setzen?

Schlager: Mattersburg soll auf jeden Fall attraktiver werden. Mit mehr Grünflächen und einem ganzheitlichen Innenstadtkonzept soll die Innenstadt für EinwohnerInnen, GastronomInnen und UnternehmerInnen lebenswert sein. Außerdem sollen die Spielplatzanlagen modernisiert werden. Die MattersburgerInnen und WalbersdorferInnen sollen sich in der Stadt wohlfühlen.

Mein Motto von Anfang an war, dass man sich in der Stadt wie in einem Wohnzimmer fühlen soll. Ein Fokus wird natürlich auch auf soziale Projekte gelegt und neue Richtlinien für den Sozialtopf werden erarbeitet. Wichtig ist mir außerdem die Unterstützung der Schulen und Kindergärten. Beispielsweise werden die PTS-Werkstätten erneuert, um einen bestmöglichen Unterricht gewährleisten zu können.

Stichwort Pappelstadion: In welcher Phase befindet man sich bei den Verhandlungen mit dem MSV?

Schlager: Wir sind mitten in den Verhandlungen. Erst letzte Woche hat es dazu ein gemeinsames Gespräch mit dem MSV gegeben. Wir sind dran und werden sehen wie es weitergeht.

Ausblick Gemeinderats-/Bürgermeisterwahlen: Die SPÖ besitzt die absolute Mehrheit. Der Vorsprung war nicht riesengroß (52,07 Prozent) auf die anderen Parteien. Mit Hans Tschürtz geht ein wahlkampferprobter Bürgermeisterkandidat ins Rennen. Was wird einfacher sein – die absolute Mehrheit für die SPÖ zu erhalten oder dass das Bürgermeisteramt bei der SPÖ bleibt?

Schlager: Das Ziel ist natürlich, beides zu behalten.

Wie beurteilen Sie bislang den Wahlkampf der Opposition, gab es bereits Aktionen „unter der Gürtellinie“ oder hält sich dies in Grenzen?

Schlager: Natürlich gab es schon den ein oder anderen Seitenhieb. Aber ich möchte mich davon nicht beirren lassen und konzentriere mich auf meine eigenen Herausforderungen.

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