Bezirk Mattersburg: Am Funcourt mit Messer gedroht

Erstellt am 07. April 2022 | 04:57
Lesezeit: 3 Min
Messer Taschenmesser Symbolbild
Symbolbild
Foto: vzwer, Shutterstock.com
Schüler war gerade erst strafmündig geworden, als er Jüngere bedroht und erpresst haben soll.
Werbung

Fünf Tage nach seinem 14. Geburtstag beging ein Schüler aus dem Bezirk Mattersburg auf einem Funcourt im Bezirk gleich mehrere Straftaten. Zwei Burschen im Alter von dreizehn und elf Jahren versetzte er in Angst und Schrecken.

Am 30. September 2021 spielte der 14-Jährige mit einem jüngeren Freund Fußball im Käfig des Funcourts.

Der Elfjährige und der Dreizehnjährige waren mit ihren Fahrrädern unterwegs. „Sie haben uns beleidigt“, behauptete der 14-Jährige.

„Ich war wütend“, sagte er. „Ich zog mein Taschenmesser heraus und sagte: Das ist auch Spaß.“ Anders schilderten die beiden Opfer den Vorfall.

„Er hat mir absichtlich mit dem Fußball scharf in den Bauch geschossen“, berichtete der Elfjährige.

Der 14-Jährige habe ihn dann mit der Faust auf die Brust geschlagen und ihn am Hals gepackt.

Später sollen der Angeklagte und sein Freund die beiden Burschen aufgefordert haben, mit den Fahrrädern zum Supermarkt zu fahren und ihnen Eistee zu holen.

Der 14-Jährige soll sein Messer gezückt haben. „Er hielt mir das Messer mit der Klinge an den Hals“, sagte der Elfjährige. „Das habe ich gespürt.“

Der 14-Jährige habe ihn angeschrien: „Hol‘ mir einen Eistee!“

Kinder sollten für die Älteren Eistee holen

„Er sagte, wenn wir keinen Eistee holen, schlägt er uns zusammen und sticht uns ab“, berichtete der Dreizehnjährige.

Die Burschen liefen erschreckt davon und verständigten die Polizei.

Beide Mütter fuhren mit ihren Söhnen zum Funcourt und stellten den 14-Jährigen und seinen noch nicht strafmündigen Freund zur Rede. „Sie stritten es ab und sagten, sie haben kein Messer“, berichtete die Mutter des Dreizehnjährigen.

Er habe, erzählte der Angeklagte, das Messer nach dem Vorfall in einer Dose versteckt und auf ein nahegelegenes Dach geworfen.

Elfjähriger kam mit Tränen in den Augen nach Hause

Ihr Sohn habe Tränen in den Augen gehabt und sei „ganz aufgelöst“ gewesen, berichtete die Mutter des Elfjährigen.

Der Angeklagte bestritt, die Buben unter Verwendung des Messers erpresst zu haben. Er gab nur zu, das Messer hergezeigt zu haben, um sich Respekt zu verschaffen.

Konflikt wird bei Bewährungshilfe beigelegt

Wegen des jugendlichen Alters des Beschuldigten schlug Richterin Gabriele Nemeskeri die Durchführung eines Außergerichtlichen Tatausgleichs vor.

Bei der Bewährungshilfeorganisation Neustart wird es zu einer Aussprache zwischen dem Täter und seinen Opfern kommen. Ist diese Form der Konfliktbeilegung erfolgreich, wird das Strafverfahren gegen den 14-Jährigen eingestellt.

Werbung