Marz/Los Angeles: Auszeichnung für Knöbls „Impetus“

Erstellt am 02. Februar 2022 | 16:42
Lesezeit: 3 Min
mat05rv_benjamin_knoebl
Benjamin Knöbl arbeitet seit sechs Jahren in Hollywood. Dort arbeitete er bereits mit Filmlegende Peter Wolf zusammengearbeitet.
Foto: zVg
Der Film des aus Marz stammenden Regisseurs wurde beim „Los Angeles Cinefest““ in der Kategorie „Year´s Best of Festival Film“ ausgezeichnet.
Werbung
Anzeige

Die Karriere des aus Marz stammenden Benjamin Knöbl schreitet sukzessive voran: Beim Los Angeles Cinefest wurde sein Film „Impetus“ in der Kategorie „Year´s Best of Festival Film“ ausgezeichnet.

Das Kurzfilm-Drama spielt in einem kleinen burgenländischen Kloster während der 1920er Jahre – zeitgleich mit der Geburt des neuen Bundeslandes vor 100 Jahren. Der junge Novize Paulinus, dessen größte Leidenschaft der Dienst für die Kirche ist, steht kurz davor seine ewigen Ordensgelübde abzulegen und sich damit lebenslang an das Kloster zu binden. Sein einziger regelmäßiger Kontakt in die Welt jenseits der Klostermauern ist der junge Bauernsohn Jakob, der das abgeschiedene Kloster täglich mit Lebensmitteln beliefert. Als Paulinus‘ Gefühle für Jakob über die Freundschaft hinauswachsen, findet er sich im Zwiespalt zwischen Kirche und Welt wieder. Bevor er diese wichtigste Entscheidung seines Lebens treffen kann, muss er herausfinden wo sein Platz im Leben wirklich ist.

„Impetus ist der innere Drang des Menschen sich weiter zu entwickeln – und das Richtige zu tun“, erklärte Knöbl bereits in der BVZ zum titelgebenden Begriff sowie Leitmotiv seines Kurzfilms.

Die Inspiration dafür fand Knöbl in einer Schrift des französischen Philosophen Henri Bergson, der für sein Werk „Schöpferische Entwicklung“ 1927 den Nobelpreis erhielt. Der Impetus spiegelt sich auch im Handlungsort, dem Burgenland, wider: „Paulinus muss sich im Film auf seinen Impetus besinnen, um herauszufinden, wohin er gehen soll. In derselben Situation befand sich auch das Burgenland als es 1921 im Grenzland zwischen Österreich und Ungarn geschaffen wurde.“

Hauptdrehort des Films war das Paulinerkloster in Baumgarten, das seit über hundert Jahren verlassen steht und daher auch mit authentischen Innenräumen dienen konnte. Weitere Drehorte waren unter anderem das Dorfmuseum Mönchhof sowie ein alter Streckhof in Pöttelsdorf.

Knöbl arbeitet seit mehr als sechs Jahren in Hollywood, wobei bereits eine Zusammenarbeit mit der Musiklegende Peter Wolf zu Buche steht.

Dort hat er mit seinem Kurzfilm „The Reason for Living“, einer Mischung aus Horror und gestraffter psychologischer Charakterstudie, bereits erste beachtliche Fußspuren gesetzt. Zahlreiche Auszeichnungen, darunter „Best Crime Short“ beim Olympus Film Festival, LA., oder „Best Cinematography beim Golden State Film Festival, wurden dem Film zuteil.

Werbung