Auch zu Weihnachten für Bedürftige da

Die Gemeinschaft „Cenacolo“ finanziert sich alleine durch Spenden. 2020 wurde das alljährliche Krippenspiel abgesagt.

Viktoria Sieber Erstellt am 26. Dezember 2020 | 03:51
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Landeshauptmann Hans Peter Doskozil bei der Geschenkübergabe an die Gemeinschaft Cenacolo.
Foto: Bgld. Landesmedienservice

Zu Weihnachten feiert die Gemeinschaft zusammen. Betreuer gibt es in der Gemeinschaft „Cenacolo“ nicht, sondern sogenannte „Schutzengel“, die Neuzugänge auf ihrem Weg in der Gemeinschaft begleiten.

Der „Schutzengel“, der selbst einmal drogenabhängig war, hat ein tiefes Verständnis für die Situation des Anderen und erinnert sich durch diesen Dienst an seinen eigenen Weg aus der Droge.

Zugleich ist er ein lebender Beweis dafür, dass die Drogenkrankheit überwindbar ist.

Dieses Weihnachten wurde das alljährliche Krippenspiel der Gemeinschaft aufgrund von Covid-19 leider abgesagt. Bei dem Krippenspiel ergab sich immer eine Möglichkeit, der Gemeinschaft zu begegnen.

„Cenacolo“ wurde von der Ordensschwester Elvira Petrozzi 1983 in Saluzzo in Italien gegründet. Heute zählt die Gemeinschaft über 60 Häuser in der ganzen Welt, in denen über 2.000 junge Frauen und Männer betreut werden. Das Haus in Kleinfrauenhaid wurde 1997 eröffnet. Momentan beherbergt es 40 junge Männer. Die anfälligen Kosten des Aufenthaltes, der in der Regel zwei bis vier Jahre dauert, werden von Freunden und Wohltätern der Gemeinschaft getragen.

Die Gemeinschaft „Cenacolo“ bietet jungen Menschen in Krisensituationen die Möglichkeit zu einem Neubeginn. „Cenacolo“ basiert auf christlichen Werten und versteht sich nicht als Therapieeinrichtung, sondern mehr als Selbsthilfe-Gruppe. Aufgenommen werden Jugendliche aus der ganzen Welt, unabhängig von Nationalität und religiösem Bekenntnis.

Landeshauptmann Hans Peter Doskozil besuchte am 18. Dezember 2020 die Gemeinschaft „Cenacolo“, um Weihnachtswünsche auszusprechen und um einen Geschenkskorb und einen 1000 Euro Rewe-Gutschein zu überreichen. „Die Cenacolo-Gemeinschaft leistet einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Was hier für die jungen Menschen umgesetzt wird, mit viel Engagement und mit der Hilfe vieler Partner, verdient höchste Anerkennung“, so Doskozil.