Das Spiel mit den Zahlen. Bettina Eder über die Gemeindefinanzstatisik 2016.

Von Bettina Eder. Erstellt am 22. November 2017 (04:47)

Zwischen null und 1.810 Euro Schulden entfallen statistisch gesehen auf die Gemeindebürger des Bezirkes. Die Gemeindefinanzstatistik 2016 stellt dem Bezirk aber insgesamt ein gutes Zeugnis aus: In keinem anderen Teil des Landes sind – wie schon im Vorjahr – die Schulden (pro Kopf und absolut) niedriger.

Auch bei der freien Finanzspitze sieht es in den Gemeinden gut aus, dennoch steht man in vielen Gemeinden bei den Investitionen mit dem Rücken zur Wand. Man konzentriert sich auf das Notwendigste – etwa den Straßenbau, der jährlich in den meisten Gemeinden einer der größten Budgetposten ist – und rutscht dafür kurz- oder mittelfristig in die roten Zahlen. Für eine aussagekräftige Analyse sollten aber die Ergebnisse mehrerer Jahre herangezogen werden, um jährliche Schwankungen und Einmaleffekte berücksichtigen zu können.

Und zudem muss jedem Bürger bewusst sein, dass so manches Großprojekt – am Gemeindebudget und den statistischen Schulden vorbei – über Ausgliederungen in Gesellschaften bzw. über Haftungen der Gemeinde finanziert wird.