Ein Rauchverbot schafft Klarheit. Richard Vogler über den Nichtraucherschutz in Lokalen.

Von Richard Vogler. Erstellt am 21. November 2018 (03:30)

„Freiwillig rauchfrei“ – auf diesen Zug sprangen zuletzt immer mehr Gastronomen im Angesicht der Raucherdebatte auf. Ein Beispiel in der Bezirkshauptstadt zeigt nun eine andere Seite eines grundsätzlich begrüßenswerten Trends: In der Traditions-Konditorei Harrer in Mattersburg wurde das „Experiment rauchfrei“ nach nur vier Monaten beendet.

Waren die Rückmeldungen anfangs durchwegs positiv, so musste man nach einiger Zeit doch einen Rückgang der Umsatzzahlen erkennen. Viele Stammgäste seien ausgeblieben, heißt es, weshalb man zurückruderte und seit dieser Woche den früheren Raucherbereich wieder als solchen führt.

Man habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, betont Chef Michael Harrer. Den Versuch war es wert – am Ende gab aber die wirtschaftliche Komponente den Ausschlag. Das Für und Wider zeigt auch das Verzwickte an der Raucherdebatte: Gegner verweisen zu Recht auf die gesundheitlichen Aspekte. Haben Gastwirte aber die Möglichkeit, in ihrem Lokal das Rauchen zu genehmigen, dann machen es die meisten auch, nicht zuletzt aus Gründen eines gewissen Wettbewerbsvorteils. Am besten wäre also wohl ein komplettes Rauchverbot: Das wäre gesünder und alle Wirte hätten die gleichen Voraussetzungen.