Eine Direktorin für zwei Schulen. Richard Vogler über das „Schulclustering“ als Novum im Bezirk.

Von Richard Vogler. Erstellt am 24. Oktober 2018 (03:55)

Was unter dem zeitgemäßen Wort „Schulclustering“ zusammengefasst wird, bedeutet einfach, dass Ressourcen – und damit auch Personal – gebündelt werden sollen. Wohl auch, um dem Spargedanken Rechnung zu tragen. Wobei es nicht nur ums Sparen geht. Wenn eine Direktorin oder ein Direktor an zwei Standorten im Einsatz ist, kann das zugleich ganz frischen Schwung und Neuerungen in diese Schulen bringen. Im Bezirk Mattersburg wird nun zum ersten Mal „geclustert“: Bereits ab 1. November sollen die Direktionen der Volksschulen Sieggraben und Forchtenstein in die Hände einer erfahrenen Leitung gelegt werden.

Zu Beginn ist diese Lösung sicherlich für alle Beteiligten eine große Umstellung. Die neue Direktorin muss zwischen zwei Standorten pendeln; Lehrerschaft, Schüler und Eltern müssen eingebunden werden. Dass es aber durchaus funktionieren kann, das sieht man an einigen Beispielen im Südburgenland und in den benachbarten Bezirken.

Zu beachten ist dabei, dass der direkte Kontakt zwischen Direktion und Pädagogen abnimmt, weil einfach weniger Zeit bleibt. Umso wichtiger wird es sein, mehr auf anderen Wegen oder in der verbleibenden Zeit zielgerichteter zu kommunizieren.