Frequenzbringer Bezirksgericht. Über Auswirkungen eines möglichen Ende des Bezirksgerichtes.

Von Richard Vogler. Erstellt am 21. August 2019 (03:27)

Offizielle Pläne von Seiten des Justizministeriums für eine Schließung des Bezirksgerichtes Mattersburg gibt es aktuell nicht. Wie jedoch durchsickerte, gab es bereits vor dem Platzen der Kurz-Regierung diesbezüglich Gespräche und mit der neuen Regierung – am 29. September wird wieder gewählt – wird der Standort wieder ein Thema sein.

Dann wird im Bund abgewogen werden, ob es sich lohnt, ein Mattersburger Bezirksgericht weiter zu betreiben. Unternehmer, die Rechtsanwaltsaknzlei RSS und die Stadtgemeinde wollen nun vorbeugen und verweisen mittels einer Petition auf die Wichtigkeit des Standortes. Dass es hierbei nicht nur um den Standort an sich geht, beweisen Besucherzahlen des Bezirksgerichtes: Auf das gesamte Kalenderjahr hochgerechnet gibt es 10.500 Personen, die das Bezirksgericht besuchen.

Diese würden bei einer Schließung des Gerichtes wegfallen. Was wiederum bedeutet, dass auch die Besucherfrequenz in der Innenstadt sinkt und sich dies auch auf die Wirtschaft auswirken würde. Der Trend der Abwanderung von Betrieben von der Innenstadt weg würde sich verstärken. Ein Gesichtspunkt, der auf den ersten Blick nicht auffällt, den der Bund bei seiner Entscheidung auf jeden Fall miteinbeziehen sollte.