Gesunde Politik für den Bezirk. Bettina Eder über die Forderung nach einer Akutordination.

Von Bettina Eder. Erstellt am 25. Oktober 2017 (05:14)

Donnerstagabend und die Kreuzschmerzen sind nicht mehr auszuhalten? Da ging’s für die meisten direkt ins – für den Steuerzahler teurere – Spital. Jetzt sollen sie in die Akutordination – so wünscht es sich die ÖVP des Bezirks, die damit in zutiefst rote Gewässer eindringt.

Denn das Thema Akutordination ist kein neues: Im Krankenhaus (KH) Oberwart läuft auf Initiative von KRAGES und Landesrat Darabos (SPÖ) bereits seit einem Jahr erfolgreich ein Pilot, fürs KH Eisenstadt gibt es Pläne. Neu ist allerdings, die „Akutordi“ in einem Bezirk ganz ohne Spital einrichten zu wollen – und zwar nicht trotzdem, sondern gerade deswegen genau dort.

Neben Jennersdorf ist Mattersburg ja der einzige Bezirk ohne KH. Statt die Infrastruktur im Spital nützen zu können, müsste man andere Möglichkeiten suchen oder schaffen. Für die Bevölkerung wäre das ein großer Schritt in der Gesundheitsvorsorge. Und dafür lohnt es sich, sachlich und ohne parteipolitische Eitelkeiten zu diskutieren. Und das sollte gerade jetzt, weit weg vom nächsten Wahlkampf, in einer gesunden Politik ja kein Problem sein.