Auch ein Stück Kultur fehlt. Über die Schließungen in der Gastronomie.

Von Richard Vogler. Erstellt am 25. März 2021 (03:45)

Gleich zwei Wirtinnen im Bezirk haben nun das Handtuch geschmissen: Annemarie Lehner von der Kukuruzstubn in Forchtenstein und das Café Rucki Zucki von Gerti Sommer in Mattersburg werden nach dem Gastro-Lockdown nicht wieder aufsperren. Wie schwer die Lage in der Branche ist, zeigt vor allem das Beispiel der Kukuruzstubn: Das Traditions-Gasthaus wurde seit drei Generationen und mehr als 100 Jahren betrieben und war für seine Küche über den Bezirk hinaus bekannt. In Forchtenstein selbst war das Wirtshaus zudem ein wichtiger Veranstaltungs-Ort für Bälle und Feste.

Im kleineren Rahmen, aber mitten in der Bezirkshauptstadt gelegen, schmerzt auch das Ende des Café Rucki Zucki nicht nur die Stammgäste. Dass zwei Wirtinnen nun aufgeben mussten, ist der aktuellen Situation geschuldet und leider nur allzu verständlich: Schon vor Corona war es nicht leicht, in der Branche zu überleben, laufende gesetzliche Änderungen (Stichwort: Raucher-Regelung) sorgten für zusätzlichen Ärger. Nun gibt es angesichts der finanziellen Probleme selbst mit den Maßnahmen der Regierung kein Licht am Ende des Tunnels. Auf der Strecke bleibt dabei auch die Bevölkerung, denn mit den Wirtshäusern gehen nicht nur Treffpunkte verlorene, sondern auch ein Stück Kultur.