Aufarbeitung – und ein möglicher Neustart. Über die Commerzialbank-Folgen und den Verkauf des Florianihofs.

Von Richard Vogler. Erstellt am 22. Oktober 2020 (03:45)

Der Commerzialbank-Skandal wird die Öffentlichkeit nicht nur im Bezirk Mattersburg noch lange beschäftigen. Bis die gesamte Causa aufgeklärt ist – sofern dies möglich ist –, werden noch viele Jahre vergehen. Gerade in Mattersburg ist die Angelegenheit aber über die rechtliche Aufarbeitung hinaus deutlich spürbar.

Der Weg zurück zur „Normalität“ wird in der Stadt und in der Region in kleinen Schritten ablaufen. Einer dieser Schritte wurde nun vom Masseverwalter gesetzt: mit dem Schätzgutachten über 750.000 Euro für den Florianihof.

Für das nunmehr geschlossene Mattersburger Traditions-Gasthaus gibt es dem Vernehmen nach auch schon einige Interessenten. Nicht zuletzt aufgrund der guten Lage in der Innenstadt ist das keine Überraschung. Zunächst hatte es geheißen, der Florianihof werde Wohnungen weichen müssen. Das ist zwar nach wie vor eine Option. Zugleich gibt es aber auch Interessenten aus dem Bereich der Gastronomie. Einen neuen Gasthof zu eröffnen, wäre in Zeiten von Corona zweifelsohne ein gewagter Schritt. Für Mattersburg wäre es aber ein Riesen-Gewinn. Dann würde die Bezirkshauptstadt nicht mehr ohne Hotel und klassisches Restaurant dastehen.