Darüber reden – und alles klären. Über die Selbsthilfegruppe zur Commerzialbank.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 19. November 2020 (03:34)

Eine eigene Selbsthilfegruppe zur Bank-Pleite? Was auf den ersten Blick vielleicht wie Satire auf Facebook erscheinen könnte, entpuppt sich als durchaus ernst gemeinte Unterstützung für ehemalige Kundinnen und Kunden der Commerzialbank Mattersburg. Denn wie Isabella Lichtenegger, die Gründerin der Facebook-Gruppe, haben sich wohl viele „völlig allein gelassen“ gefühlt, als die Commerzialbank-Blase im Sommer im großen Stil platzte.

Hilfe gab es freilich prompt, in Form der Einlagensicherung oder zugesagter Unterstützungen seitens des Landes. Eine leise Hoffnung für (Groß-)Geschädigte bringen das Konkursverfahren und angekündigte Klagen.

Die „kleinen Sparer“ haben ihr Geld mittlerweile rückerstattet bekommen und eine neue Bank gefunden. Zurück bleibt aber auch Monate später noch das Unverständnis angesichts der Frage, wie es über die Jahre zu derartigen Malversationen kommen konnte. Eine Selbsthilfegruppe kann da zumindest den Austausch fördern – andere müssen aber für endgültige Aufklärung sorgen.