Die Rechnung nicht ohne Umwelt machen

Über die „Ansiedelungs- Offensive“ in Mattersburg.

Erstellt am 02. September 2021 | 03:25

Eine gehörige Summe wird die Stadtgemeinde Mattersburg in die Schaffung einer neuen Gewerbezone investieren. Am Stadtrand soll auf 31.500 Quadratmetern reichlich Platz für neue Betriebe geschaffen werden. Das Geld, das man dafür in die Hand nimmt, ist gut investiert: Immerhin hat es in der Bezirkshauptstadt in letzter Zeit immer wieder Anfragen zu Betriebs-Ansiedelungen gegeben. Da macht es Sinn, rechtzeitig das notwendige Gewerbegebiet dafür zu schaffen und zu widmen.

Nicht nur im Vorfeld der Gemeinderatswahlen 2022 sind neue Zugpferde und ein Zuwachs an Firmen in der Stadt – beziehungsweise am Stadtrand – willkommen. Neue Betriebe beleben die Wirtschaft und bringen der Gemeinde Einnahmen über die Kommunalabgaben.

Die andere Seite: Mit dem neuen Gewerbegebiet wird auch wieder mehr Boden versiegelt. Im Austausch für einen Beitrag zur finanziellen Zukunft der Stadt ist die Entscheidung dennoch richtig. All das muss aber aus umweltpolitischer Sicht mit dem Auftrag einhergehen, Rahmenvorgaben mit Auflagen für die Umwelt zu schaffen, an die sich die neuen Betriebe zu halten haben. Dann is es eine echte Investition in die Zukunft – für Wirtschaft und Umwelt.