Ein bisschen weniger bunt …. Richard Vogler über das Aus für den Mattersburger Verschönerungsverein.

Von Richard Vogler. Erstellt am 23. Januar 2019 (04:41)

Wenn ein Verein nach 63 Jahren das sprichwörtliche Handtuch werfen muss, dann schmerzt das nicht nur seine (verbliebenen) Mitglieder: Dass der Verschönerungsverein in Mattersburg seine Arbeit nun schweren Herzens einstellt, ist aber auch ein Zeichen der Zeit, das in gewisser Weise alle Bewohnerinnen und Bewohner der Bezirkshauptstadt trifft.

Dem Verein gingen am Ende die Mitglieder aus. Alle Bemühungen, neue Kräfte zu finden, blieben leider erfolglos. Davon können viele andere Vereine auch jenseits der Bezirksgrenzen ein Lied singen. Nicht zuletzt ist das, wenn man so will, das Spiegelbild einer Gesellschaft, die sich im Wandel befindet.

Der Verschönerungsverein war vielleicht keiner der zahlenmäßig ganz großen Vereine in Mattersburg – jedoch ein wichtiger Bestandteil im Gesellschaftsleben. Und vor allem haben die Mitglieder 63 Jahre lang die Stadt im wahrsten Sinne des Wortes bunter gemacht.

Dieses symbolische Bild trifft wohl auch generell auf alteingesessene Vereine zu: Finden sich immer weniger engagierte Menschen, die wiederum die Zeit finden, diesen Initiativen Leben einzuhauchen, dann wird in Zukunft auch das Gesellschaftsleben ein bisschen weniger bunt sein.