Ein „Dämpfer“ zur richtigen Zeit.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 08. August 2018 (01:15)

„Vorne mitspielen“ oder ein „Platz im oberen Drittel“ sind gerne verwendete Floskeln von Trainern oder Funktionären vor dem Beginn einer neuen Saison. Reininterpretieren kann man da viel, auch dass man insgeheim Meister werden will.

Für Draßburg gilt so ein kryptisches Statement diesmal nicht. Trainer Josef Kühbauer betonte mehrmals vor dem Auftakt am Wochenende das Saisonziel des ASV, das lautet: „Wir wollen Meister werden.“ Personell hat man keine ganz großen Sprünge gemacht, den Kader aber doch ein Stück in die Breite vergrößert. Der Großteil der starken Mannschaft aus dem Vorjahr, die Dritter wurde, ist also heuer wieder dabei. Und die soll den nächsten Schritt machen, sprich den großen Coup. Viele Trainer der Burgenlandliga sehen in Draßburg den Titelkandidaten Nummer eins.

Einfach wird es keineswegs, weil vor allem mit Siegendorf zumindest ein Kontrahent da ist, dem einige ebenfalls den Titel zutrauen. Pikanterweise trafen die beiden Teams am vergangenen Freitag im BFV-Cup aufeinander, wo sich Siegendorf in einem echten Top-Spiel 3:1 durchsetzte. Für Draßburg war die Niederlage schmerzhaft, aber kein Beinbruch. Einerseits weil die Leistung stimmte, andererseits weil man rechtzeitig noch einmal aufmerksam gemacht wurde, dass die Saison alles andere als ein Selbstläufer wird.