Ein tiefes Loch. Über Folgen des Commerzialbank-Skandals.

Von Richard Vogler. Erstellt am 27. August 2020 (03:45)

Die letzten Jahre über war die Bezirkshauptstadt von einer steten Weiterentwicklung geprägt. Die Stadtgemeinde hat solide gewirtschaftet, viel investiert. Es gab keine Schließungen von Großbetrieben, die Bevölkerung nahm stet zu und auch Wohnraum wurde sukzessive geschaffen. Das Jahr 2020 wird jedoch als ein einschneidendes in Erinnerung bleiben.

Corona mit großen negativen Folgen für die Wirtschaft und nun die Commerzialbank-Pleite, die den Bezirk noch härter treffen wird. Mit dem Florianihof sind die ersten Arbeitsplätze weg. Weitere Betriebe und somit Menschen ohne Job werden folgen und Kaufkraft geht somit verloren. Der Stadtgemeinde, der schon durch Corona eine große Summe an Kommunalabgaben abhanden kommt, wird durch den Commerzialbank-Skandal noch mehr an Einnahmen verloren gehen.

Und jene Umwegrentabilität, die durch den SV Mattersburg produziert wurde, wird es auch nicht mehr geben. Das Impulszentrum hätte der Abschluss des großen Schaffens von Martin Pucher werden sollen. Mit der bitteren Wahrheit, die am 15. Juli ans Tageslicht gekommen ist, ist hingegen gewiss: Das „Lebenswerk“ des Martin Pucher wird die Bezirkshauptstadt und den Bezirk in ein tiefes wirtschaftliches Loch ziehen.