Ein wenig Hoffnung für betroffene Gemeinden. Über Gemeindeprobleme infolge des Commerzialbank-Skandals.

Von Richard Vogler. Erstellt am 29. Oktober 2020 (03:45)

Das Land Burgenland bereitet derzeit einen weiteren Schritt vor, um jene Gemeinden zu unterstützen, die von der Schließung der Commerzialbank finanziell teils hart getroffen wurden. Noch nicht endgültig fixiert, aber in Aussicht gestellt wurde, den betroffenen Gemeinden die Verluste aus dem Bank-Skandal mit Abschlag abzukaufen und in künftige Prozessforderungen miteinzubringen.

Wie lange ein allfälliges Verfahren dauern wird, ist zwar noch nicht abzusehen, dennoch ist der Plan ein Hoffnungsschimmer. Wo Geld für neue Projekte zur Seite gelegt wurde, sind durch die Bank-Schließung die Guthaben weg. Hinzu kommt, dass sich die Folgen der Corona-Krise noch stärker auswirken wird.

So hilfreich der Verkauf der Verluste auf den ersten Blick auch erscheint – zur nachhaltigen Unterstützung braucht es einen längerfristigen Plan mit zusätzlichen Mitteln. Das fordern nicht nur die „Commerzialbank-Gemeinden“. Denn die Kommunen haben neben der Verwaltung und der Schaffung von Infrastruktur eine weitere grundlegende Aufgabe: Sie sind der wichtigste Auftraggeber für die Wirtschaft, die es auch direkt zu spüren bekommt, wenn hier nicht investiert werden kann.