FPÖ-Selbstfindung: Tempo ist gefragt. Über die Turbulenzen bei den Mattersburger Freiheitlichen.

Von Richard Vogler. Erstellt am 28. Januar 2021 (03:45)

Die FPÖ kommt nicht aus den negativen Schlagzeilen: Dieses Mal haben die andauernden Differenzen in der Landespartei unmittelbare Auswirkungen auf die blaue Bezirksorganisation in Mattersburg. Zunächst stellten sich Stadt-FPÖ-Chef Sigfried Steiner und Bezirkschef Christian Spuller gegen Klubchef Hans Tschürtz, als dieser seine Ambitionen aufs Matersburger Bürgermeisteramt verkündete. Es folgten Rauswürfe vonseiten der Landespartei (Familienverbands-Chefin Claudia Schweiger-Bollmann und Spuller) sowie Austritte aus eigenen Stücken (Steiner und Senioren-Chef Paul Strobl).

In Mattersburg gibt es dieses Szenario nicht zum ersten Mal. 2013 kehrten Peter Pregl und Ernst Gerdenitsch der Partei den Rücken. Aktuell ist es so, dass die Stadt- und Bezirks-FPÖ ohne Obmann dasteht und damit wird es umso schwieriger sein, funktionierende Gruppen aufzubauen. Das wiederum hat zur Folge, dass sich die SPÖ und ÖVP die Hände reiben können. Denn für die Gemeinderatswahlen im kommenden Jahr ist dieser personelle Aderlass der Freiheitlichen aus Sicht der anderen Parteien mit Sicherheit kein Nachteil.