Kein gutes Renommee

Über das Ende des Mattersburger Florianihofes.

Erstellt am 13. August 2020 | 03:45
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Es war nur eine Frage der Zeit, bis die Commerzialbank-Pleite Folgen für mit dem Kreditinstitut vernetzte Unternehmen hat. Am Montag dieser Woche war es dann so weit: Der zu 100 Prozent im Besitz der Bank bestehende Florianihof meldete ein Konkursverfahren am Landesgericht Eisenstadt an und 21 Dienstnehmer werden ihren Job verlieren.

Wann genau der Betrieb eingestellt wird, ist noch offen, dies ist vom Masseverwalter abhängig. Dieser wird das Gebäude versuchen zu verwerten: Dass es einen neuen Pächter geben wird, ist höchst unwahrscheinlich und dass in Zeiten wie diesen ein Interessierter das Hotel in großem Stile saniert oder neu baut, wird auch nicht umgesetzt werden. Somit liegt auf der Hand, dass das Gebäude einmal „geschliffen“ wird und attraktiver Wohnraum im Zentrum entsteht.

Das Ende des Florianihofs hat jedoch auch weitreichende Folgen für die Mattersburger Gastronomie. Nach dem Gasthaus Steiger, das 1982 schloss, war der „Flurl“ das letzte Hotel in der Stadt. Mattersburg wird mit dem Ende des seit den 1950er-Jahren bestehende Florianihofs also ohne Beherbergungsbetrieb sein. Was auch für die Außendarstellung einer Bezirkshauptstadt kein gutes Renommee darstellt.