Kein Lohn für Dienst an der Gesellschaft. Über die Streichung der Feuerwehren aus dem Impfplan.

Von Richard Vogler. Erstellt am 11. Februar 2021 (03:45)

Die Bundesregierung hat derzeit mit Sicherheit keinen leichten Job: Eine Situation wie die Corona-Krise ist in den letzten Jahrzehnten noch nie zu bewältigen gewesen. In Zeiten der Pandemie ist es daher nicht einfach, das richtige Verhältnis zwischen gesundheitlichen Aspekten, einem Lockdown und den „Gegenargumenten“ – also soziales Leben, psychische Gesundheit und Wirtschaft – zu finden und auszugestalten.

Die große Hoffnung beruht nun weiterhin auf den Impfungen. Mit der schleppenden Lieferung der nötigen Impfdosen wird die Sache aber von „außen“ schwieriger gemacht. Ergo kommen zunächst weniger Menschen zur Impfung; die Änderungen im Plan sorgen auch im Bezirk Mattersburg für großen Ärger.

Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren, die ursprünglich in Phase 2 zur Impfung vorgesehen waren, wurden nun vorerst „gestrichen“. Wie gesagt: Auch wenn es nicht immer einfach ist, den richtigen Weg zu finden, so darf doch eines nicht vergessen werden: Gerade bei den Massentests waren die Florianis voll im Einsatz, sie leisten einen wichtigen – und unbezahlten – Dienst an der Gesellschaft. So gesehen ist der Ärger nur verständlich, beruht er zum Teil doch auch auf einem Gefühl der fehlenden Wertschätzung.