Kein Stress in der „Erholungs-Zone“. Über die Spannungen in heimischen Waldgebieten.

Von Wolfgang Millendorfer. Erstellt am 24. September 2020 (03:45)

Auf den ersten Blick ist vielleicht gar nicht bewusst, welche Vielzahl an Interessen in einem herkömmlichen Waldstück aufeinandertreffen können: Da sind zum einen die Förster und die Jäger, zum anderen die Bewirtschafter und zu guter Letzt die Spaziergänger, Biker und Läufer. Und natürlich die Tiere, die man in dieser Rechnung schon gar nicht vergessen sollte.

Wo verschiedene Interessen aufeinandertreffen, ist der Konflikt nicht weit, da liegen Forst-Pflege und fixe Abschusszahlen weit weg von Erholung und Freizeitsport. Aktuell zeigt sich das etwa in einer Debatte um die zeitlich begrenzte Nutzung von Radstrecken im (privaten) Waldgebiet in Bad Sauerbrunn. Diskussionen wie diese kennt man auch in anderen Ecken des Bezirks.

Wenn zwischen den verschiedenen Gruppen einmal gar nichts mehr geht, wäre es für die jeweilige Gemeinde oder die jeweiligen Waldbesitzer ratsam, noch mehr auf die Vermittlung zu setzen. Dass der Wald schließlich „für alle da ist“, stimmt zwar, aber das gilt auch für die Regeln der gemeinsamen Benutzung.