Keine „gmahde Wiesn“

Über den Weg bis zu den nächsten Wahlen.

Erstellt am 04. Februar 2021 | 08:46

Am SPÖ-Parteitag vom vergangenen Samstag wurden Nägel mit Köpfen gemacht und Claudia Schlager ist nun die designierte Nachfolgerin von Ingrid Salamon. Es war wohl eine „aufgelegte G‘schicht“, die Zusammenkunft der SPÖ-Funktionäre hatte wohl nur mehr formalen Charakter: Schlager folgte auf Salamon in den Burgenländischen Landtag und war – bis zum Lockdown – in der Öffentlichkeit sehr stark präsent.

Im September 2022 sind die nächsten Bürgermeister- und Gemeinderatswahlen und die Chancen, dass die SPÖ die absolute Mehrheit dann hält und Schlager auch nach den Wahlen im Bürgermeistersessel sitzt, sind sehr groß. Dennoch wird dies kein leichtes Unterfangen: Mit 51,31 Prozent waren die Wahlen von 2017 kein „SPÖ-Erdrutschsieg“, Ingrid Salamon wird große Fußstapfen hinterlassen und der Commerzialbank-Skandal sowie die Corona-Krise hinterlassen große Baustellen.

Die ÖVP rund um Andreas Feiler wird weiterhin ihre Oppositionsrolle in konsequenter Weise ausfüllen und – sollte Hans Tschürtz als Bürgermeister dennoch kandidieren – hat die FPÖ auf jeden Fall mehr Potenzial für Wählerstimmen als die fünf Prozent aus 2017. Es wird also keine „gmahde Wiesn“ sein und umso mehr wird Claudia Schlager und ihr Team Gas geben müssen, um auch weiterhin in Mattersburg an der Spitze zu stehen.