Korrektiv in der Kommunalpolitik. Über die neue „Freie Liste Forchtenstein“.

Von Richard Vogler. Erstellt am 13. Mai 2021 (03:45)

Eine politische Entwicklung, die sich schon länger angekündigt hat, ist nun in Forchtenstein über die Bühne gegangen: Ex-FPÖ-Bezirkschef Christian Spuller hat seine „Freie Liste“ gegründet. Obwohl es hier um Kommunalpolitik geht, ist die Tragweite doch eine größere – weil die Listen-Gründung direkt auf die nicht enden wollende Aufregung in der FPÖ zurückzuführen ist.

Die Freiheitlichen sind im Burgenland gespalten: Das eine Lager mit Landesparteiobmann Alexander Petschnig und Klubobmann Hans Tschürtz, das andere mit dem ausgeschlossenen Ex-Klubchef Géza Molnár, dem auch Spuller angehört. Nach Kontroversen mit Tschürtz und Petschnig, die offen zutage traten, als die FPÖ aus der Landesregierung flog, ist eine Zusammenarbeit von Spuller und mehreren anderen Funktionären mit Petschnig und Tschürtz nicht mehr möglich. Die Gründung einer eigenen Liste also die logische Folge.

Und solche Listen hat es ja immer wieder gegeben, ein erfolgreiches Beispiel im Bezirk ist die LIBS in Bad Sauerbrunn, die mit Gerhard Hutter den Bürgermeister stellt. Das ist eher die Ausnahme der Regel; um nachhaltig etwas zu bewirken, sind SPÖ und ÖVP zu mächtig. Dennoch: Ein „kleines Korrektiv“ in der Gemeindepolitik tut jedem Gemeinderat gut.