Mattersburg als Positiv-Beispiel. Über die Pläne für den „echten Gratiskindergarten“.

Von Richard Vogler. Erstellt am 07. August 2019 (03:27)

Den Gratiskindergarten gibt es im Burgenland eigentlich fast schon seit zehn Jahren. Im Landtag wurde damals ein monatlicher Kinderbetreuungs-Zuschuss von bis zu 45 Euro beschlossen, für Kinderkrippen ging die Förderung bis 90 Euro. Mehrkosten für die Betreuung mussten bislang jedoch von den Eltern aus eigener Tasche bezahlt werden.

Ab November soll schließlich der „echte Gratiskindergarten“ Realität werden, wie nun seitens des Landes bekannt gegeben wurde. Dann werden Land und Gemeinden gleich gegenverrechnen und für die Eltern kostet der Kindergarten wirklich nichts. Politisch wird zugleich über die Mehrkosten diskutiert, die nun auf so manche Gemeinde zukommen.

Für die Familien in Mattersburg ist der „echte Gratiskindergarten“ indes nichts Neues. Bereits seit dem Beschluss 2009 hebt die Stadtgemeinde für die Kinderbetreuung lediglich jene Kosten ein, die die Mütter und Väter auch vom Land refundiert bekommen. Zusammen mit 70 anderen Gemeinden im Land, die dies ebenso praktizieren, nimmt Mattersburg somit eine Vorreiterrolle ein. Eine Linie, die sich wie ein positiver roter Faden durch die Mattersburger Politik zieht: Die „Sozialstadt“ ist damit kein Schlagwort, sondern wird mit Leben erfüllt.