Politik passiert am Spielplatz

Wolfgang Millendorfer über „symbolische“ Diskussionen in der Lokalpolitik.

Erstellt am 30. September 2021 | 05:15

Wer sucht, der findet – den Klassiker unter den Sprichwörtern kann man gut und gerne auch auf eine aktuelle Diskussion in der Mattersburger Stadtpolitik umlegen. Das Thema: ein (mutmaßlich) desolater Spielplatz.

Wer auf einem Spielplatz nach Fehlern und Mängeln sucht, der wird vermutlich auch welche finden, denn zu groß ist die Bandbreite an Dingen, die hier schiefgehen können. Von beschmierten Spielgeräten zu Müllsünden, und von der Abnutzung der Geräte ist es nicht mehr weit zur Sorge um etwaige Verletzungsgefahr.

Ein Nebenschauplatz, möchten manche meinen – eine grundlegendes Angebot in einer Wohlfühl-Stadt oder -Gemeinde, wenn man Eltern fragt. Da trifft wohl ein weiteres Sprichwort zu: Die Wahrheit liegt irgendwo in der Mitte.

In jedem Fall haben ähnliche Spielplatz-Diskussionen bereits in der Vergangenheit gezeigt, dass für die Lokalpolitik damit nicht zu spaßen ist. Abgesehen davon muss es ja auch im Sinne der Verantwortlichen liegen, den Kleinen und ihren Eltern solche Wohlfühl-Orte zu bieten. Aus politischer Sicht ist die Spielplatz-Diskussion ein Thema von vielen. Und mit der kommenden Gemeinderatswahl werden es bestimmt noch mehr.