Steiner gegen „Kaliber Dosko“

Erstellt am 04. April 2018 | 04:29
Lesezeit: 2 Min
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
Markus Stefanitsch über das Kalkül der ÖVP, mit dem Spitzenkandidaten zu warten.

Die ÖVP hat sich bislang noch immer nicht geäußert, wer offiziell als Spitzenkandidat ins Rennen gehen wird. Sicherlich taktisches Kalkül. Denn grundsätzlich ist es ja nicht mehr lange Zeit bis zu den nächsten Landtagswahlen im Burgenland. Allerdings wird das heurige Jahr politisch gesehen ein besonderes. Österreich übernimmt ab Mitte des Jahres den Vorsitz in der Europäischen Union und gleichzeitig das Burgenland den Vorsitz bei der Landeshauptleute-Konferenz.

Hier wird sich vor allem Landeshauptmann Hans Niessl von seiner besten Seite zeigen und stets auch seinen designierten Nachfolger, Hans Peter Doskozil, mit ins Rampenlicht nehmen. Ein etwaiger ÖVP-Spitzenkandidat würde heuer so oder so untergehen. Also werden sich die Schwarzen Zeit lassen und lediglich den öffentlichen Druck auf Doskozil erhöhen. Denn dieser muss heuer alle „Baustellen“ aus dem Weg räumen, damit er ab 2019 als Landeshauptmann mit einem „sauberen“ Fundament starten kann.

Dass er dann einem ÖVP-Spitzenkandidaten Thomas Steiner gegenüberstehen wird, gilt als so gut wie fix. Gründe dafür gibt es genug: Zum einen wird aus heutiger Sicht auch bei den kommenden Landtagswahlen bei der ÖVP der „Kurz-Effekt“ wirken. Sollte sich nichts Dramatisches ereignen, wird der Kanzler auch noch in zwei Jahren so gute Beliebtheitswerte wie jetzt haben.

Zum anderen scheint Thomas Steiner seit seinem Zwei-Mandate-Zugewinn bei der Gemeinderatswahl noch mehr Spaß an der Politik zu haben und macht seine Aufgabe vor allem in Eisenstadt sehr gut. Und drittens: Es gibt so gut wie keine Personalreserve in der ÖVP, die gegen ein „Kaliber Doskozil“ nur annähernd bestehen könnte.