Kreativität heißt auch Solidarität

Über die Sozialeinrichtungen in Mattersburg.

Erstellt am 29. Mai 2019 | 03:23
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Seit Jahren laufen in der Bezirkshauptstadt zwei Sozialeinrichtungen nach einem jeweils innovativen Konzept: Die „Heinzelfrauen“ bieten Dienstleistungen rund um den Haushalt an und „Mein Laden“ funktioniert als moderner Second-Hand-Shop. Bei den Projekten liegt dabei dieselbe Intention zugrunde: langzeitarbeitslose Männer oder Frauen sollen wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden.

Beide Initiativen werden auch zu einem Großteil über das Arbeitsmarktservice finanziert. Nun haben die AMS-Kürzungen seitens des Bundes auch Auswirkungen auf die beiden Mattersburger Einrichtungen: Schlicht und einfach kann künftig weniger Geld zur Verfügung gestellt werden.

Bei den „Heinzelfrauen“ steht damit ein Platz weniger zur Verfügung. Noch härter hätte es „Mein Laden“ getroffen: Eine Vollzeitarbeitskraft in der Organisation sollte angesichts der Kürzungen den Job verlieren. Und das hätte die Sache ad absurdum geführt. Denn der 56-Jährige wäre als Arbeitsloser wieder beim AMS gemeldet gewesen. Gerichtet haben es dann beim „Laden“ die Mitarbeiter selbst: Alle sind mit ihrem Gehalt ein wenig runter gegangen, so konnte der Mann seinen Job behalten. Wie gesagt: Kreativität heißt auch Solidarität …